Wer bei NEUSTART KULTUR – Programm gefördert wird, kann anteilig Grundkosten für das geförderte Vorhaben abrechnen. Wie das funktioniert, erklärt Luise in Folge 11 des Förder-ABC.


Weitere Informationen

Das Musterformular für den Nachweis von Ausgaben für Grundkosten findet ihr im Downloadbereich.

 

Wenn ihr Musik öffentlich nutzt, müsst ihr Veranstaltungen bei der GEMA anmelden und Gebühren bezahlen. Wenn diese in Verbindung mit eurem geförderten Projekt anfallen, könnt ihr sie abrechnen. Luise erklärt in Folge 10 des Förder-ABCs, worauf dabei zu achten ist.

Das LOLA Kulturzentrum sorgt seit 30 Jahren für soziokulturelle Unterhaltung im Hamburger Bezirk Bergedorf. Mitgründerin Petra Niemeyer erzählt über ihre linken Anfänge, die Schwierigkeiten der Pandemie und den Wert kultureller Arbeit.

Das Kulturzentrum LOLA feiert im September sein 30-jähriges Jubiläum. Genauso lange ist auch Mitgründerin Petra Niemeyer schon dabei. Ihr soziokulturelles Engagement begann 1979, als die studierte Bekleidungsingenieurin gemeinsam mit Freund*innen das Wutzrock-Festival organisiert hat. Anschließend gründete die Freundesgruppe – allesamt Autodidakt*innen – ein selbstverwaltetes Jugendzentrum, das heute nach über 40 Jahren ebenso noch besteht. „Dort haben wir die Grundlagen für unsere Arbeit in der Soziokultur gelernt“, erzählt Niemeyer stolz. Bestens gerüstet waren sie also, um schließlich eine der leerstehenden Bergedorfer Polizeiwachen in die LOLA zu verwandeln. Bis heute residiert die LOLA auf drei Etagen im roten Backsteingebäude. Über die Zukunft macht sich Petra Niemeyer trotzdem Sorgen.

Schwierigkeiten in der Pandemie

Derzeit leidet die LOLA weiterhin unter den Folgen der Pandemie. Trotz Wegfall der Einschränkungen bei Veranstaltungen ist man hier noch vorsichtig. Anstelle von 700 Gästen werden zur Disco nur 400 Menschen reingelassen. Und bei Theaterveranstaltungen, die indoor stattfinden, reduziert sich das Publikum leider von selbst. Die Auslastung bei Veranstaltungen liegt im Vergleich zu 2019 oftmals bei unter 50 Prozent. Viele Gäste haben anscheinend immer noch Angst, sich anzustecken, und nach der langen Pause werden Familienfeiern, Geburtstage etc. nachgeholt, von dem Besuch einer Kulturveranstaltung jedoch oftmals abgesehen.
Auch Mitarbeiter*innen für die Veranstaltungen zu finden, war für Petra Niemeyer sehr schwer: „Alle Türsteher waren auf einmal weg! Ganz Deutschland ist ja auf der Suche nach geeignetem Personal, vor allem in der Gastronomie.“ Auch die Auszubildenden in der Veranstaltungstechnik, mit denen sie früher viel zusammengearbeitet haben, sind weggefallen, weil weniger bis gar nicht ausgebildet wurde. Erfahrene Techniker*innen mit freien Kapazitäten sind in diesem Sommer, wie so vieles, eher rar gesät und müssen außerdem höher entlohnt werden.

LED-WandFür gut klingende Veranstaltungen braucht es gute Veranstaltungstechniker*innen

© LOLA Kulturzentrum

Hamburger Engagement gegen die Mangelverwaltung in der Soziokultur

Hinzu kommen die ganz „normalen“ Alltagsprobleme in der Soziokultur: Zu wenig Personal, zu geringe Gehälter, gerade auch für Berufsanfänger*innen und damit einhergehende Nachwuchsprobleme sowie befristete Verträge aufgrund von Projektlaufzeiten. In Hamburg haben sich die soziokulturellen Institutionen nun im Bündnis KulturWert – Faire Tarife für alle zusammengeschlossen und wollen durch Öffentlichkeitsarbeit und Aushandlung mit der Politik, bessere Bedingungen für die Szene schaffen.
Petra Niemeyer kennt diese Probleme aus der Praxis nur zu gut: „Wir betreiben seit 30 Jahren eigentlich Mangelverwaltung. Finanziell und personell. Grundsätzlich brauchen wir mehr Geld. Und auch eine Verstetigung. Also wenn ein Projekt gut läuft, soll es verstetigt werden, anstatt dass immer neue Anträge geschrieben werden müssen.“ Niemeyer merkt an: „Es gibt so viele Erwartungen an uns. Der Stadtteilkultur wird eine große Bedeutung beim Einsatz gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft zugeschrieben, weil sie in der Lage ist, Brücken zu bauen. Doch diese Bedeutung findet sich leider oftmals nicht in der Entlohnung der Mitarbeiter*innen wieder.“

LED-WandSonnengelber Schutz bei jedem Wetter: Die neue Hof-Überdachung in der LOLA

© Pia Sollmann

Förderanträge und Bauchschmerzen

Durch die allgemeine Überlastung und die Personalknappheit waren auch die umfangreichen Anträge für die Mittel von NEUSTART KULTUR nicht immer einfach zu bewältigen. „Bundesrecht ist viel schärfer als Landesrecht.“, sagt Petra Niemeyer. Wegen des Vergaberechts hatte das Team oftmals Bauchschmerzen, weil immer die Sorge dagewesen sei, nicht alles richtig zu machen. Zudem war es nicht möglich, verbindliche Kostenvoranschläge zu bekommen, da weder Preise konstant noch Lieferzeiten bekannt waren und sind. Die pandemiebedingte Senkung der Schwellwerte für eine erforderliche Vergabe hat hier offenbar nur wenig geholfen, ursprüngliche Kostenplanungen waren sehr schnell hinfällig, der Eigenmittelanteil dadurch automatisch höher.
Das bei staatlichen Mitteln alles ordentlich kontrolliert und abgerechnet wird, findet Niemeyer richtig, aber der Aufwand stehe oftmals nicht im Verhältnis.
Mit dem Bundesverband Soziokultur als mittelausgebende Stelle war Petra Niemeyer aber dennoch sehr zufrieden: „Das war besser als jede Bundesbehörde oder das Finanzamt. Sie haben ja ein Gefühl für die Arbeit, die wir machen und haben uns stets bestens informiert.“

Auch über die geförderte Hofüberdachung sind Petra Niemeyer und das LOLA Team sehr glücklich. Mit der Bühne können Veranstaltungen jetzt auch bei schlechtem Wetter draußen stattfinden und man kann auch kurzfristig umdisponieren: „Da lacht natürlich mein Herz als Veranstalterin, wenn man alles ganz flexibel und kreativ bespielen kann.“
Die nächsten Probleme wie Inflation und Energiekosten stehen schon vor der Tür. Niemeyer glaubt, dass ihre zehn letzten Berufsjahre die schwersten sein werden. Aber trotz aller Schwierigkeiten, macht die Arbeit ihr und den Kolleg*innen einfach auch extrem viel Spaß – sonst würde das einfach niemand machen.

 

In unserer Videoreihe Förder-ABC präsentieren wir euch wissenswerte und hilfreiche Informationen rund um die Förderung. In Folge 7 demonstriert Hanna, wie Rückzahlungen über das Online-Antragsportal getätigt werden können.

Der Bundesverband Soziokultur unterstützt nach Abschluss der Antragsprüfung von NEUSTART KULTUR 1737 Kulturprojekte mit 73,2 Millionen Euro. 784 Projekte erhalten eine Förderung in Höhe von 39,7 Millionen Euro für investive Maßnahmen. Für eine pandemiegerechte und zukunftsweisende Programmarbeit gehen an 953 Projekte 33,5 Millionen Euro. Weitere Zahlen und Informationen zu NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur unter soziokultur.neustartkultur.de.

Der Bundesverband Soziokultur hat 2020 und 2021 zwei Ausschreibungen für NEUSTART KULTUR durchgeführt. Die Antragsprüfung der zweiten Ausschreibung ist seit Juli 2022 abgeschlossen. Damit befinden sich alle geförderten Projekte in der Durchführung beziehungsweise Abrechnung.

Georg Halupczok, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Soziokultur: „NEUSTART KULTUR hat in den letzten zwei Jahren Großes für den Erhalt der Kultur geleistet. So auch für die stark vom Ehrenamt geprägte Soziokultur, die durch die Pandemie besonders belastet und gefährdet war – und es noch immer ist. Die bereitgestellten investiven Mittel sind in soziokulturellen Zentren mit ihren besonderen baulichen Herausforderungen genauso bedeutsam wie die Sicherung der Programmarbeit, nicht zuletzt um die Eigenerwirtschaftung zu stabilisieren.“

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellt für das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Umgesetzt wird das Förderprogramm von rund 40 Kulturverbänden, -fonds und weiteren Organisationen in 74 spartenspezifischen Einzelprogrammen.

Der Bundesverband Soziokultur führt für den Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ und den Programmteil „Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen“ zwei Förderungen durch:
In NEUSTART KULTUR – Zentren werden soziokulturelle Zentren, Kulturzentren und Literaturhäuser bei pandemiebedingten Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen unterstützt.
NEUSTART KULTUR – Programm richtet sich an soziokulturelle Zentren, Kulturzentren und Initiativen, um die Programmarbeit während der Pandemie aufrechtzuerhalten und die Resilienz gegenüber Pandemien zu stärken.

Beispiele für geförderte Projekte sind in Wort, Bild, Film und Ton auf Instagram, Facebook und hier im Blog zu finden.

Von der betreuten Google-Suche über gemeinsames Gurkenschnibbeln bis hin zu Yoga auf Englisch und Ukrainisch – das alles ist Soziokultur beim Drop In e.V. Förderreferentin Pia hat den Verein für Jugendarbeit auf dem Berliner RAW-Gelände besucht. Dort hat sie erfahren, was die Mitarbeitenden mit den NEUSTART KULTUR-Mitteln für ein tolles Programm auf die Beine gestellt haben.

Es knirscht unter den Reifen, als ich mit dem Fahrrad über die mit Scherben übersäten Pflastersteine auf dem Berliner RAW-Gelände rolle. Wo nachts überschwänglich miteinander angestoßen wird und dabei ab und zu eine Flasche zu Bruch geht, kann man tagsüber ganz viel Soziokultur und Sport erleben.

Der Drop In e.V., den ich heute besuche, liegt etwas versteckt zwischen der Skatehalle und einem Klangkunstmuseum. Die soziokulturellen Einrichtungen auf dem RAW-Gelände sind in L-Form angesiedelt. Sie werden auch als ‚Soziokulturelles L‘ bezeichnet. Viele der kulturellen Mieter*innen auf dem Areal müssen ab 2024 neuen Bebauungsplänen weichen. Das ‚Soziokulturelle L‘ konnte glücklicherweise ein Bleiberecht für die nächsten 30 Jahre erwirken.

Willkommen im offenen Jugendtreff

Die Mitarbeiter*innen Jens Lewandowski, Dominik Aurbach und Kristina Werth empfangen mich im liebevoll und bunt gestalteten Innenhof der Räumlichkeiten des Vereins. „Hier, das haben wir alles im Upcycling-Workshop mit den Jugendlichen so toll hergerichtet. Wurde auch von euch, von NEUSTAT KULTUR gefördert“, erklärt Jens und zeigt auf die mit Blumen bepflanzten Paletten vor einer frisch gestrichenen weißen Wand. „Und hier ist dann auch noch Platz für den Graffiti-Workshop, der noch ansteht“.

LüftungsanlageDiese Wand wurde im von NEUSTART KULTUR geförderten Workshop upgecycelt

© NEUSTART KULTUR

Der Drop In e.V. ist ein offener Jugendtreff. Ab 13 Uhr können Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 26 Jahre hier vorbeikommen und ihre Freizeit verbringen. Dafür steht ihnen ein Wohnzimmer mit Kicker, Sofa, einem gefüllten Bücherregal und ein Fernseher, auf dem Skate-Tricks gezeigt werden, zur Verfügung. Daneben gibt‘s einen Sportraum mit Boxsack und Yogamatten und unterm Dach einen Arbeits- und Workshopraum mit Kamin. Im Winter kann man hier ganz gemütlich bei Feuerknistern Filme auf der Leinwand schauen. Und natürlich gibt’s nebenan die Skatehalle, mit der der Verein kooperiert und in der die Jugendlichen auch immer willkommen sind.

LüftungsanlageIm Winter kann das gemütliche Wohnzimmer mit Kicker und Couch hoffentlich weiter genutzt werden

© NEUSTART KULTUR

„Da wir ein offener Treff sind, weiß man nie was passiert“, sagt Jens. Manche Jugendliche wollen einfach den Raum nutzen, andere brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben. „Manchmal machen wir dann auch eine betreute Google-Suche, das ist für einige gar nicht so einfach“. Auch beim Vereinbaren von Terminen bei Ärzt*innen leisten die Sozialarbeiter*innen Unterstützung. „Manchmal trauen sich die Jugendlichen wegen ihrer Deutschkenntnisse nicht, selbst dort anzurufen, obwohl das Deutsch meistens schon total gut ist“, bemerkt Dominik. Viele der Besucher*innen des Jugendtreffs haben eine Flucht- oder Migrationsgeschichte und nutzen auch gerne die angebotenen Deutschkurse des Drop In e.V.

Neues Angebot für Jugendliche aus der Ukraine

„Heute, am Mittwoch, ist zum Beispiel Ukraine-Tag“, betont Jens. „Wir haben das Glück, Sveta, eine ukrainische Übersetzerin bei uns zu haben, die selbst auch erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen ist. Wir sind zwar vernetzt im Sozialraum, aber dass die neu angekommenen Jugendlichen zu uns finden, ist oft nur über direkte Kontakte möglich. Viele sind ja noch gar nicht angebunden und warten auf Schulplätze.“ Mittwochs bringt Sveta nun oft neue Interessierte mit zum Drop In e.V., hilft ihnen sprachlich und gibt auch Yogakurse auf Englisch und Ukrainisch.

Jugendarbeit in der Pandemie

Die digitalen Angebote des Drop In e.V. während der coronabedingten Einschränkungen wurden leider nicht gut angenommen. Jens erklärt, dass es vor allem daran lag, dass die niedrigschwellige Komponente, die die Jugendarbeit ausmacht „Einfach vorbeikommen und mitmachen“ nicht mehr gegeben war. Außerdem fehle vielen Jugendlichen, von denen einige in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, die Infrastruktur – ein ruhiger Ort und ein PC – um an solchen Angeboten teilzunehmen.
Durch NEUSTART KULTUR hat der Drop In e. V. nun verschiedene mehrwöchige Workshops gefördert bekommen, die den Jugendlichen – zurück im Offline-Jugendtreff vor Ort! – nun den Sommer verschönern sollen: einen Foto- und einen Podcast-Workshop, einen zu Upcycling, zu Graffiti sowie einen Ernährungsworkshop.

LüftungsanlageIm Innenhof ist Platz für Austausch, Lernen und gemeinsames Essen

© NEUSTART KULTUR

Gesundes Kochen – für Austausch und Spracherwerb

Der Ernährungsworkshop jeden Dienstag kommt richtig gut an. „Kochen ist die einfachste und schönste Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Zugang zur Kultur und Gesellschaft zu bekommen“, schwärmt Dominik. „Wir versuchen grundsätzlich alles vegan und vegetarisch zu machen, dann ist alles koscher und halal und wir müssen uns darüber erst einmal nicht auseinandersetzen.“
Im Workshop lernen die Jugendlichen, was gesunde Ernährung ausmacht, was man zusammen kocht, was zusammenpasst, wie man eine Gurke schneidet und warum am Ende noch Salz ans Essen kommt. Krisi berichtet: „Wir sprechen auch über saisonales Essen, also was gibt es jetzt gerade in Deutschland. Da kann man zu Zeit ganz viel mit Erdbeeren und Spargel machen. Und Mülltrennung ist auch immer ein Thema, das gibt es ja nicht überall“.

Der Ernährungsworkshop ergänze sich auch toll mit den Deutschkursen, berichtet Dominik: „Wir erzählen den Lehrkräften, was wir kochen und die können das dann im Unterricht vorab einbauen und Wortfelder üben – auf mehreren Ebenen lernt es sich viel besser“. Aber Interdisziplinarität hin oder her: Das tollste ist natürlich, wenn später dann alle zusammensitzen und essen und merken, wie gut das gesunde Essen schmeckt.
„Wir sind so glücklich, dass jetzt alles so gut läuft“, sagt Jens abschließend. „Das wollen wir und die Teilnehmer jetzt den Sommer über ausnutzen und genießen. Wer weiß was im Winter wieder kommt.“

In unserer Videoreihe Förder-ABC präsentieren wir euch wissenswerte und hilfreiche Informationen rund um die Förderung. In Folge 6 demonstriert Anna, wie Fördermittel über das Online-Antragsportal abgerufen werden können.

Wo früher Steinkohle gefördert wurde, locken heute zahlreiche Kulturveranstaltungen Besucher*innen auf das Gelände des Kulturreviers Radbod. Die ehemalige Zeche ist seit 2001 ein Ort des künstlerischen Schaffens und kulturellen Austausches. Förderreferent Ingo hat das soziokulturelle Zentrum im westfälischen Hamm besucht.

Als ich im Kulturrevier Radbod eintreffe, empfängt mich ein reges Treiben. Die Vorbereitungen für ein Street Food Festival laufen. Die Essensstände sind im Aufbau oder heizen schon die Öfen vor. Das alte Backsteingebäude mit Industriecharme wirkt robust, aber durch große Fenster und viel Freifläche drum herum sehr freundlich und einladend. Man spürt sofort, hier ist ein Ort für Partys, Kultur und alle möglichen Veranstaltungen. In strahlendem Sonnenschein, der alte Förderturm wirft seinen Schatten auf das Gelände, werde ich sehr herzlich von den Betreibern Lisa Wothe und Sven Kirner begrüßt. Bei lockerer Gesprächsatmosphäre und Kaffee vergeht die Zeit wie im Flug.

Förderatelier mit Entfaltungsmöglichkeiten

Ich bin sehr neugierig auf die geförderten Investitionen. Nach einem kurzen Kennenlernen gehen wir durch das alte Gebäude voller interessanter Ecken und Winkel. Im Erdgeschoss betrachten wir die Veranstaltungsräume und Gastronomie. „Hier werden regelmäßig Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Partys, Aufführungen und Workshops angeboten“, berichtet Sven Kirner.

LüftungsanlageBei „Radbod liest!“ verwandelt sich die Gastronomie des Kulturreviers in ein schummrig-schönes Wohnzimmer

© Jugend und Kultur e.V.

In der oberen Atelieretage betrachten wir – oder betrachten uns – großformatige Portaits, die noch von der letzten Ausstellung dort aufgehängt sind. Hier arbeiten mehrere namhafte lokale Künstler*innen. In regelmäßigen Abständen finden Ausstellungen statt und einmal im Jahr laden die Künstler*innen interessierte Besucher*innen zum „Tag der Offenen Ateliers“ ein. Besonders stolz ist man im Kulturrevier auf das „Förderatelier“, in dem aufstrebende Künstler*innen vollkommen miet- und kostenfrei Entfaltungsmöglichkeiten finden. Leider sind die Räume während meines Besuchs unbenutzt, aber die Schilderungen Kirners von erfolgreichen Ausstellungen und Workshops in dieser Etage lassen mich die Stimmung bei Normalbetrieb erspüren.

Radbod rockt!

Jeder Winkel des Baus wird genutzt, nicht zuletzt als Proberäume für Bands der Region. Regelmäßig präsentieren sich die ansässigen Bands bei Konzerten der Reihe „Radbod Rockt“ auf der Bühne
Unser Rundgang endet auf dem Außengelände auf dem sich mittlerweile ein buntes kulinarisches Angebot und erste Besucher*innengruppen tummeln. Hier locken verschiedene Feste, Festivals oder auch Märkte Besucher*innen an.

Open Air-Festival Run for CoverDie AC/DC-Coverband „AB/CD“ beim Open Air-Festival „Run for Cover“

© Jugend und Kultur e.V.

Bei kalten Getränken im Sonnenschein erfahre ich von Lisa Wothe noch mehr über die Arbeit des Kulturreviers Radbod: „Wir legen Wert darauf, Besucher jeden Alters anzusprechen und auf Abwechslung und Vielfalt. Etwa 15.000 Besucher*innen nehmen an den jährlich über 100 Veranstaltungen des Kulturreviers teil. Vom Heavy Metal-Nachwuchskonzert bis hin zum Seniorentanz, es ist für jede*n etwas dabei“. Da man mich hier so entspannt empfängt und Wetter und Gerüche passen, kommt bei mir tatsächlich Festival-Atmosphäre auf. Und es freut mich, dass wir über NEUSTART KULTUR – Programm das Kulturzentrum dabei unterstützen, den Veranstaltungen nach der Corona-Pause neues Leben einzuhauchen und neue Formate zu entwickeln.

Pandemie bedeutet auch: Man weiß nie, was als nächstes kommt

Wie überall hat auch hier die Pandemie große Probleme mit sich gebracht. Mit viel Engagement und Herzblut wird hier Kultur gemacht und die Herausforderungen schienen vorerst übergroß. Es konnten jedoch durch den Erstantrag NEUSTART KULTUR – Zentren u. a. Bühnenelemente finanziert werden, die flexibel die vorhandene Bühne ergänzen oder auch für Veranstaltungen in den Außenbereich nutzbar sind. Auf dieser Veranstaltungsfläche bieten seitdem Tische und Stühle feste Sitzplätze und damit genügend Abstände zwischen den Besucher*innen. Im Sommer draußen – an kühleren Tagen drinnen – können alle Neuanschaffungen flexibel genutzt werden und für jedes Veranstaltungsformat passend arrangiert werden. Die schlauen Konzepte und kreativen Lösungen des Teams machten mit überschaubaren Investitionen vieles möglich. Die Arbeit und verschiedene Veranstaltungen konnten weitergehen.

Dennoch brachte die Pandemie eine sich ständig verändernde Situation hervor und dauert schlicht viel länger, als zu erwarten war. Das bringt auch neue Schwierigkeiten und erfordert weitere Investitionen. Deshalb nutzte das Kulturrevier die Möglichkeit einer Aufstockung bei NEUSTART KULTUR – Zentren, um die Beleuchtung des Außengeländes zu optimieren. Nun sind mehr Veranstaltungen auch schon im Frühjahr und Spätherbst auf dem Außengelände möglich, da für sichere und ansprechende Beleuchtung in allen Ecken gesorgt ist.

Trotz guter Kooperation ist die finanzielle Ausstattung des Kulturreviers nie fürstlich gewesen. Deshalb freut es mich, dass wir diesen besonderen Kulturort – soweit im Rahmen von NEUSTART KULTUR möglich – unterstützen können. Mit ihrer Professionalität und immer der richtigen Idee zur richtigen Zeit werden die Betreibern bestimmt noch lange viele schöne Erlebnisse ermöglichen. Ich bin sicher, der Optimismus und die Tatkraft werden hier nicht so schnell ausgehen.

Ein Herzlicher Dank gilt dem Team für ihr Engagement und ihre Freundlichkeit bei meinem Besuch.


Autor: Ingo Nachtigall

Die Soziokultur zeigt sich solidarisch mit den Menschen aus der Ukraine. Auch unsere geförderten Akteur*innen engagieren sich. Kitev – Kultur im Turm e.V. ist schon länger in der Geflüchtetenhilfe aktiv und auch mit den Menschen in der Urkaine verbunden. Ein Gastbeitrag von Agnieszka Wnuczak, kitev.

Die immer schon auch internationale Arbeit des kitev-Teams fand mit dem 2014 konzipierten Projekt „Refugees` Kitchen“ intensiv zusammen mit seiner lokalen Arbeit: Als 2015/16 die fahrende Küche gebaut und in Betrieb genommen wurde, geschah dies in Gemeinschaftsarbeit mit in dieser Zeit in Oberhausen ankommenden Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan, Eriträa und vielen anderen Herkunftsländern.

Und als die leider nur kurz vorherrschende Willkommenskultur in Deutschland nicht mehr allgemein geteilt wurde, setzte kitev 2018 ein neues und bis heute vielfarbig leuchtendes Zeichen auf dem Dach des höchsten Hochhauses im Bahnhofsquartier: „VIELFALT ist unsere Heimat“. Diese Schrift- und Licht-Skulptur des kitev-Mitbegründers Christoph Stark, die graphisch exakt den unweit sichtbaren Schriftzug „OBERHAUSEN – Wiege der Ruhrindustrie“ spiegelt, benennt als Motto ein wesentliches Movens und Telos aller kitev-Arbeiten – und zugleich einen historischen Fakt aller Kulturen, Nationen, Gemeinschaften und ganz konkret der Stadt Oberhausen, dessen junge Geschichte am präzisesten als eine von 175 Jahren Immigration zu beschreiben ist.

Lüftungsanlage„VIELFALT ist unsere Heimat“ leuchtet es von einem Hochhaus im Oberhausener Bahnhofsquartier

© Kultur im Turm e.V.

LEERSTAND – Ort der Begegnung

Seit Anfang 2021 ist kitev in Kooperation mit der Stadt Oberhausen, ihrem Kommunalen Integrationszentrum und mehreren lokalen Sozialträgern engagiert im NRW-Landesprogramm „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“, welches jungen Geflüchteten mit prekärem Aufenthaltsstatus neue Möglichkeiten eröffnen soll. Kitev bietet hierfür in seinem Projekt „GEmeinsam NEu Aufbauen – GENAU“ diverse kreative Workshops an, die im Resultat gemeinsam den jüngst grundsanierten LEERSTAND in ein final kooperativ mit Neu-Oberhausener*innen betriebenes Café verwandeln sollen. Zugleich sind in diesem Projekt konkrete Hilfsangebote integriert: Verfahrensberatungen zum je individuellen Aufenthaltsstatus, Vermittlungen in Ausbildungen und Arbeit, Angebote zum Spracherwerb.

Der neu sanierte und gemeinsam mit den mitwirkenden Geflüchteten final neu zu erschaffende LEERSTAND wurde inzwischen bereits zu einem rege besuchten offenen Ort der Begegnung, des Austausches, der gelebten Solidarität und – für hieran Interessierte – der Vermittlung in weitere, insbesondere berufsqualifizierende Angebote.
Derzeit firmiert der LEERSTAND zwei Mal die Woche als offener Treff. Einmal wöchentlich wird zu thematischem Austausch eingeladen. An einem Vormittag gehört der Raum nur Frauen. Die Woche beschließt freitags ein Angebot zum gemeinsamen Kochen und Essen, gemäß des Mottos der Refugees` Kitchen: „Zu Hause ist, wo man zusammen isst.“ Es werden hier syrische, tunesische, äthiopische, irakische, iranische … und nun auch ukrainische Gerichte gemeinsam zubereitet und anschließend verspeist. Guten Appetit! Bon appétit! Nauttikaa ateriastanne! Smacznego! صحة وعافية! Приятного аппетита! Смачного!

Kooperation mit ukrainischer Kulturorganistation Kultura Medialna

Auf den Krieg gegen die Ukraine hat kitev umgehend reagiert. Seit 2015 ist kitev mit der Kulturorganisation Kultura Medialna aus Dnipro befreundet. Im Rahmen des Programms „Forum Regionum“ arbeiteten beide 2016 in Oberhausen, 2019 in Dnipro bei der Entwicklung eines neuen Soziokulturellen Zentrums intensiv zusammen.

Die Künstler:innenresidenz in Dnipro war der Startpunkt für den Umbau eines leerstehenden Gebäudes zu einem Kunst- und Kulturzentrum. Dieses erst jüngst erkämpftes, saniertes, kulturell geplantes Soziokulturelle Zentrum DCCC (Dnipro Center for Contemporary Culture) hat sich mit Beginn des offenen Krieges verwandelt. Bis zum 24. Februar 2022 veranstaltete das DCCC Ausstellungen, Festivals, Bildungsprogramme, eigene, städtische und andere Projekte. Jetzt betreibt ein Teil des Teams in Dnipro im DCCC ein soziales, pädagogisches und humanitäres Zentrum für Einheimische und Binnenflüchtlinge. Dort gibt es ein Spielzimmer für Kinder, einen Coworking-Bereich, einen Vortragssaal für Kinder und Jugendliche, eine Bibliothek und Büros von Organisationen, die humanitäre Hilfe leisten. Weitere Mitglieder des Teams sind im westlichen Grenzbereich der Ukraine aktiv, andere befinden sich bereits im Exil.

Unsere Dialoge mit unseren Freund*innen und Partner*innen ergaben: Ihre nun primär humanitäre Arbeit soll nicht ihre einzige sein. Sie wollen weiterhin auch kulturell, künstlerisch arbeiten, als Teil ihrer Arbeit am Widerstand und für Aufklärung über die aktuelle Situation in der Ukraine.

Gemeinsam mit Kultura Medialna plant kitev daher bereits für Juni 2022 eine von seinen ukrainischen Partner*innen kuratierte Reihe öffentlicher Diskussionen und künstlerischer Präsentationen in Oberhausen.

Selbstorganisierte Verteil- und Sammelstelle für Geflüchtete

Ein anderes aktuelles Engagement für die von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen aus der Ukraine entstand nicht auf eigene Initiative von kitev, sondern durch Paul Ostapenko. Er kam vor zehn Monaten mit seiner Familie aus der Ukraine nach Oberhausen und nahm Kontakt zu kitev und seinem GENAU-Team auf, um sich Unterstützung bei der Suche nach einem Kindergartenplatz für seine Kinder zu holen. Heute sind Paul Ostapenko und seine Frau Katarina selbst große Unterstützer*innen vor Ort. Aufgrund ihrer Initiative wurde im mit kitev verbundenen Nachbarschaftszentrum Unterhaus eine Verteil- und Sammelstelle für Bedarfsgüter für aus der Ukraine geflüchtete Menschen eingerichtet. Zuerst sollten nur ein paar Kleider-Spenden zwischengelagert werden. Aber die großzügigen Spenden stapelten sich schnell bis unter die Decke der Räume. Durch Pauls und Katarinas Initiative und die Hilfe von neuen, nach Oberhausen geflüchteten Ukrainer*innen, gelang es schnell, eine selbstorganisierte Verteilungs- und Sammelstelle sowie einen Treffpunkt mit Kleiderausgabe zu etablieren. Kitev ist von Paul Ostapenkos Tatendrang und Organisationsgeschick begeistert und dankt ihm und seiner Frau Katarina für das Engagement und die Zusammenarbeit!


Weitere Informationen

Spendenaufruf des Dnipro Center for Contemporary Culture

Lilian ist Förderreferentin bei NEUSTART KULTUR. Ihr erster Projektbesuch führt sie ins Berliner Kulturzentrum ://about blank. Dort trifft sie Florian, Vorstand des Trägervereins Tricky Disco. Er zeigt ihr das Gelände und spricht mit ihr über eine unsichere Zukunft und die geförderte Lüftungsanlage.

Mit leichter Verspätung meines Zuges aus Leipzig erreiche ich den Bahnhof Ostkreuz im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Ich besuche heute das Kulturzentrum ://about blank, das Freunden der elektronischen Tanzmusik weit über die Berliner Grenzen ein Begriff ist. Das Gebäude, dessen grau-braune Fassade sich kaum vom verhangenen April-Himmel absetzten könnte, wäre es nicht mit Graffitis übersäht, liegt unscheinbar in einem Gewerbegebiet zwei Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Florian, Vorstand des Trägervereins „Tricky Disco“ empfängt mich an der Tür, an der auch wieder an diesem Wochenende Feierlustige auf Einlass hoffen. „Ich mach mal lieber so, meine Hände sind schon schmutzig vom Arbeiten“, sagt Florian und gibt mir die durch Corona gängig gewordene Begrüßungs-Faust. Er wird mich durch die verwinkelten Gänge und die Außenbereiche des Kulturzentrums führen.

Kulturzentrum mit angesagtem Techno-Club

Gleich links neben dem Hauptgebäude liegt hinter einem Bretterzaun die Open-Air-Bar Zuckerzauber. Hier lässt sich zu wärmeren Zeiten auf Sand und in bunt zusammengewürfelter, fantasievoller Deko bei kühlen Getränken, Pizza, elektronsicher Musik und Auftritten regionaler Künstler*innen auf der Kleinkunstbühne entspannen. Jetzt liegt noch alles im Winterschlaf. Laut geht es dafür das ganze Jahr im Gebäude zu, das von innen den gleichen schäbigen Schick aufweist, wie von außen. Bandproberäume, eine Siebdruckerei, ein Tonstudio, Werkstätten, Räume für Kultur- und Kunstprojekte, Veranstaltungsflächen und natürlich der beliebte Techno-Club sorgen für regen Betrieb im Kulturzentrum. Für den Verein ist die Beliebtheit der Feier-Location im Berliner Szene-Viertel ein Glück, wie Florian betont: „Der Club agiert vollkommen eigenständig auf unserem Gelände. Aber die Einnahmen helfen uns natürlich, andere Projekte zu finanzieren.“

Geburtstag mit unsicheren Aussichten

Zum Club gehört auch ein großer Garten, der gerade für die anstehende drölfte Geburtstagssause hergerichtet wird. Denn seit 13 Jahren mietet der Verein das Gelände, der Club beschallt seit 12 Jahren die Wände des ehemaligen Kindergartens. Doch das Ende des Kulturzentrums scheint besiegelt. Der Ausbau der Stadtautobahn A100 wird auch das ://about blank verschlucken. „Es sieht so aus als könnten wir hier noch einige Jahre bleiben, bevor die Autobahn kommt,“ gibt sich Florian angesichts der Verzögerungen des Ausbaus zuversichtlich. „Die Zusicherung für die nächsten fünf Jahre haben wir zumindest in der Tasche.“

Garten ://about blankDer Garten des ://about blank mit Bühne und Theke

Foto © ://about blank.

Lüftungsanlage – vom Keller aufs Dach

Eine andere Herausforderung, der sich das Kulturzentrum stellen musste, war die Pandemie, die den regulären Clubbetrieb für fast 20 Monate stilllegte. Natürlich auch für den Verein eine schwere Zeit, wie Florian betont: „Um unsere Innenräume wieder für kulturelle Veranstaltungen nutzbar zu machen, mussten wir eine Lüftungsanlage einbauen. Das hätte unser Verein nicht tragen können.“ Deshalb beantragten sie zum ersten Mal Fördermittel aus einem Bundesprogramm. Die, als sie bewilligt wurden, gar nicht so einfach zu investieren waren. „Lüftungsanlagen waren sehr gefragt und es war auch nicht einfach eine Firma zu finden, die es mit den zeitlichen und finanziellen Voraussetzungen eines solchen Förderprojekts aufnehmen wollten,“ erinnert sich Florian. „Manche wollten auch gar keine Aufträge im Zusammenhang mit Förderung annehmen, da diese ihrer Erfahrung nach eh nicht realisiert würden.“

Der Lüftungsbauer, den sie schließlich ausfindig machten, stellte sie vor eine weitere Herausforderung: Der Einbau der Lüftungsanlage wie geplant im Keller war nicht möglich. Die Anlage musste aufs Dach. Ein Statikexperte und ein Stahlgerüst später, war auch diese Hürde überwunden. „So konnten zumindest einzelne kulturelle Veranstaltungen und Treffs von Initiativen und Vereinen hier in unseren Räumen in der vierten Coronawelle stattfinden,“ erzählt Florian.

LüftungsanlageDie geförderte Lüftungsanlage auf dem Dach des ://about blank

Foto © NEUSTART KULTUR.

Nur Mobiles inventarisieren

Durch den Wust von Vergabe, Abrechnungen und Verwendungsnachweis habe er sich problemlos durchgearbeitet. „Ich habe sogar jedes einzelne Teil der Lüftungsanlage für den Verwendungsnachweis inventarisiert“, sagt er als wir am Ende unseres Rundgangs wieder an der Clubtür angelangt sind. Als ich ihm entgegne, dass dies gar nicht notwendig sei, weil nur mobile Gegenstände ab 800 Euro im Verwendungsnachweis inventarisiert werden müssen, lacht Florian: „Ok, das hätte ich mir sparen können.“
Trotz dieser Arbeitserleichterung werden sie aber so schnell keine neuen Anträge stellen. Die rein ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder wollen sich wieder ihren eigentlichen Projekten widmen.