NEUSTART KULTUR Blog

14. April 2021
#neustartkultur

„Global vernetzt oder jede*r für sich?“ – Start der Litprom Literaturtage

Litprom e. V. unterstützt seit über 40 Jahren Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und verschafft ihnen, wie auch ihren Übersetzer*innen Bekanntheit im deutschsprachigen Raum.

Über das Programm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur im Bereich „Programm“ gefördert, präsentiert Litprom e. V. nichtsdestotrotz eine hochkarätig besetzte Veranstaltung, die online dazu beitragen soll, den Austausch zu befördern und Einsamkeit durch gemeinsames Erleben von Kultur zu minimieren.

Zur Eröffnung sprechen Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Juergen Boos, 1. Vorsitzender Litprom e.V., Dr. Thomas Gaens, Projektleitung NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur sowie die Kuratorinnen der Literaturtage, Barbara Weidle und Zoë Beck.

„Global vernetzt oder jede*r für sich?“

Unter dem Motto „Global vernetzt oder jede*r für sich?“ betrachten die Literaturtage am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April, zwei Seiten einer Medaille in der globalisierten Gesellschaft: Vernetzung und Einsamkeit.  Wie verbinden wir uns miteinander in einer sich ständig im Ausnahmezustand befindlichen Welt? Wie teilen wir unsere Geschichten und Träume? Wie können wir uns überhaupt verständigen? In der Krise entstehen neue Netzwerke, im Internet und analog.

Die Literaturtage bieten Gespräche, Lesungen, Diskussionen und erstmals auch „Shared Reading“, ein Format, in dem alle Beteiligten einen Teil eines gemeinsamen Textes vorlesen und anschließend über den Text sprechen. Das gemeinsame Lesen und gegenseitige Zuhören ist die Basis für einen niedrigschwelligen Austausch und ein gemeinsames Erleben und Teilen von Literaturerfahrung.

Alle Veranstaltungen werden gedolmetscht. Die Autor*innen erzählen von der sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein. Sie erforschen, wie sich Gewissheiten unter dem Einfluss von Flucht und Einwanderung verändern und sich Horizonte erweitern. Wie Leid, Gewalt und Verlust der Neugier und dem Aufbruch gegenüberstehen. Dem Aufbruch in eine andere Kultur, eine neue Sprache.

Beteiligte, Programm und Anmeldung

Einige Veranstaltungen sind kostenfrei, für andere kann man Streamingpässe für Einzelveranstaltungen bzw. den gesamten Tag erstehen. Einen Überblick finden sich auf der Webseite von Litprom e. V..

Einen Streamingpass für das Eröffnungspanel könnt ihr hier buchen.

Das Programm wird kuratiert von Barbara Weidle und Zoë Beck.

Mit:

  • Yvonne Adhiambo Owuor – Kenia
  • Larissa Bender (Übersetzerin aus dem Arabischen)
  • Katja Cassing (Übersetzerin aus dem Japanischen)
  • Helon Habila – Nigeria / USA
  • Gudrun Ingratubun – Buchkünstlerin
  • Mieko Kawakami – Japan
  • Intan Paramaditha – Indonesien / Australien
  • Pilar Quintana – Kolumbien
  • Annika Reich – Deutschland
  • Samanta Schweblin – Argentinien / Deutschland
  • Zukiswa Wanner – Südafrika
Litprom Literaturtage

Litprom Literaturtage – am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April 2021


Unterstützt durch ein Projektstipendium »Hessen kulturell neu eröffnen« des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR Bereich Programm beim Bundesverband Soziokultur.

Mit freundlicher Unterstützung der Büchergilde Gutenberg und der Frankfurter Buchmesse.

Mehr lesen
17. März 2021
#neustartkultur

KulturGießerei Saarburg will „KULTUR in Zeiten von Corona LEBEN“

In der ehemaligen Glockengießerei, unterhalb der Saarburg an der Saar gelegen, baut der Verein "Lokales Bündnis für Familie e.V." seit 2008 ein soziokulturelles Zentrum auf, das den Menschen der Region inzwischen als KulturGießerei Saarburg bekannt ist. An diesem einzigartigen historischen Ort haben sich seither verschiedene Einrichtungen in einer offenen Netzwerkstruktur unter einem gemeinsamen Dach zusammengefunden, die sich alle mit offenen Komm- und Gehstrukturen den Bedarfen der Menschen in ihrem Wirkungskreis verbunden fühlen. So befinden sich in dem aus Alt- und Neubau bestehenden Gebäudekomplex heute ein Museum, ein integratives Begegnungscafé, eine Ehrenamtsbörse, ein Mehrgenerationenhaus, eine Kinder- und Jugendkunstschule, sowie Koordinierungs- und Fachstellen u.a. für Demokratie leben!.
Mehr lesen
12. März 2021
#neustartkultur

Die Heinrich-Heine-Bibliothek ist jetzt online: Live und in Farbe

Mithilfe von Geldern des Förderprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten für Kultur und Medien, steht der Heinrich-Heine-Bibliothek in Schmalkalden nun modernste Kameratechnik sowie das richtige Werkzeug für Streamingangebote zur Verfügung. Mit der neuen Technik kann das Angebot der Bibliothek ausgebaut und das Kulturprogramm der Stadt- und Kreisbibliothek auf höchstem Standard weitergeführt werden. Die Stadt- und Kreisbibliothek Schmalkalden steht allen Bürger*innen der Stadt Schmalkalden und des Umlandes offen. Mit ihrer großen Auswahl an Medien sowie dem breiten Bildungs- und Kulturangebot bildet sie einen wichtigen Akteurin in der Kulturlandschaft des Landkreises. Die Bibliothek bietet als soziokulturelles Zentrum ein vielseitiges Kulturangebot von Theater über Lesungen bis hin zu Ausstellungen, Gamingangeboten und Bilderbuchkino.
Mehr lesen
9. März 2021
#neustartkultur

NEUSTART im Alten Bahnhof Gerresheim

Der Alte Bahnhof Gerresheim in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist ein historisches und denkmalgeschütztes Gebäude. Gebaut im Jahr 1841 handelt es sich um den ältesten Bahnhof Westdeutschlands. Vor ca. 10 Jahren wurde der Bahnhof aufwändig restauriert. Ziel der Eigentümer war es damals, die Kunst- und Kulturarbeit im Stadtteil Gerresheim zu fördern und ihr eine Heimat zu geben. Seitdem fand hier über viele Jahre ein bunt gemischtes Kulturprogramm statt: Konzerte, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, Musicals, Flüchtlingstreffen - die Veranstaltungen im Alten Bahnhof Gerresheim stießen von Beginn an auf große Publikumsresonanz. Um den Standort dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben wurden vor wenigen Jahren Kooperationspartner gesucht und gefunden: Gabriele und Dietrich Ahrens erweiterten zunächst das Konzept durch einen parallel zum Kulturprogramm laufenden Eventbetrieb mit Hochzeiten und privaten Feiern und übernahmen schließlich die volle Verantwortung für den Bahnhof.
Mehr lesen