17. März 2021
#neustartkultur, #portrait

KulturGießerei Saarburg will „KULTUR in Zeiten von Corona LEBEN“

Von:  Tobias Voigt

In der ehemaligen Glockengießerei, unterhalb der Saarburg an der Saar gelegen, baut der Verein „Lokales Bündnis für Familie e.V.“ seit 2008 ein soziokulturelles Zentrum auf, das den Menschen der Region inzwischen als KulturGießerei Saarburg bekannt ist. An diesem einzigartigen historischen Ort haben sich seither verschiedene Einrichtungen in einer offenen Netzwerkstruktur unter einem gemeinsamen Dach zusammengefunden, die sich alle mit offenen Komm- und Gehstrukturen den Bedarfen der Menschen in ihrem Wirkungskreis verbunden fühlen.

Heute befinden sich in dem aus Alt- und Neubau bestehenden Gebäudekomplex ein Museum, ein integratives Begegnungscafé, eine Ehrenamtsbörse, ein Mehrgenerationenhaus, eine Kinder- und Jugendkunstschule, sowie Koordinierungs- und Fachstellen u.a. für Demokratie leben!.

Im Zentrum der Arbeit des Trägervereins steht der selbstgewählte Auftrag, sich „für Familien stark zu machen“, für die Belange ihrer Mitglieder aller Generationen, mit den Mitteln der Kultur und der Bildung. Als Ort der Begegnung und Teilhabe konzipiert, stehen die Angebote der KulturGießerei entsprechend des Leitbildes ausdrücklich allen Menschen offen. Neben dezentralen Aktivitäten, wie z.B. Betreuungsangeboten für Grundschulkinder in Saarburg und Umgebung, bietet die KulturGießerei in den eigenen Räumen darüber hinaus nicht nur passende Programme für verschiedene Zielgruppen von alt bis jung, wie zum Beispiel Bühnenprogramme aus dem Haus der Familie, sondern auch ein anspruchsvolles Kulturprogramm, das von Kabarett und Kleinkunst über Theateraufführungen, Kunstausstellungen zu Konzertveranstaltungen, Festivals und Events reicht.

Innenhof der KulturGießerei Saarburg

Innenhof der KulturGießerei Saarburg: Mehr als 230 Jahre lang wurden in Saarburg Glocken gegossen.

Foto © KulturGießerei Saarburg

Die Klammer um all diese Aktivitäten bildet der jährlich neu gewählte thematische Fokus des Jahresprogramms. Die Themen sind stets von gesellschaftlicher Relevanz und bilden den roten Faden für das Veranstaltungsangebot. Ein erklärtes Ziel der Akteur*innen ist es, den Menschen im Rahmen ihrer Arbeit das kulturhistorisch wertvolle Zuhause der KulturGießerei nahezubringen und im Bewusstsein der heranwachsenden Generation zu halten. Ebenso wichtig ist es ihnen, das aktuelle Zeitgeschehen zu thematisieren: So entstanden gerade auch in den Jahren 2015-2018, als viele Menschen Zuflucht in Europa und Deutschland suchten, immer wieder Veranstaltungsreihen, um die Menschen über Fluchtursachen, Schicksale und Herausforderungen zu informieren.

Die Corona-Pandemie hat die Möglichkeiten der KulturGießerei stark eingeschränkt: Das Zentrum war mit all seinen Einrichtungen von Mitte März bis Ende Mai 2020 aufgrund des Lockdowns geschlossen, die dezentrale Betreuung in den Grundschulen inklusive aller dezentralen kreativen Angebote musste bis zu den Sommerferien eingestellt werden. Im Sommer 2020 konnten immerhin einzelne Angebote wie die Ferienkurse der Kinder- und Jugendkunstschule dank überarbeiteter Konzepte unter den geltenden Hygienevorschriften durchgeführt werden. Geplante Konzerte hingegen konnten entweder nur digital aufgezeichnet und im neu entwickelten Streamingkanal auf kulturversuscorona.de kostenpflichtig veröffentlicht werden oder mussten abgesagt werden. Die Situation ist für für den Verein finanziell eine große Belastung, für die Mitarbeiter*innen stellt sie zudem eine große psychische Herausforderung dar.

Den belastenden Umständen zum Trotz entwickelten die Akteur*innen der KulturGießerei neue Formate und Ideen: Beispielsweise wird mit Hilfe der Fördergelder aus NEUSTART KULTUR aktuell ein Bauwagen zum Zirkuswagen umgebaut und von Kindern der Kinder- und Jugendkunstschule gestaltet. Der unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten ausgebaute Wagen soll dann als „Circus Chaoticus“ auf Tour gehen und die Kinder der Umgebung in Schulen und Ferienprogrammen besuchen. Teil des cleveren Hygienekonzepts sind vier Pavillons mit Sitzkissen, mit deren Hilfe auch die Trennung von Klassenverbänden oder (Ferien)gruppen, auch unter inklusiven Bedingungen, ermöglicht wird.

Bauwagen im Rohzustand

Circus Chaoticus on Tour: Dieser Bauwagen wird zum Zirkuswagen umgebaut und von Kindern neu gestaltet.

Foto © KulturGießerei Saarburg

Das diesjährige Kulturprogramm der KulturGießerei trägt den Titel “KULTUR in Zeiten von Corona LEBEN” und soll die Krise thematisieren, in die die Kultur und die soziokulturelle Arbeit durch die Pandemie unverschuldet hineingerutscht ist. Trotz Pandemie wollen die Akteur*innen aus Saarburg ein einzigartiges, vielschichtiges Programm für Klein und Groß anbieten und besondere Erlebnisse schaffen. Die engagierten Mitarbeiter*innen der KulturGießerei wollen kulturelle und soziale Begegnungen – auch unter schwierigen Bedingungen mit wenig Planungssicherheit – ermöglichen und den Kulturschaffenden eine Bühne und ein Publikum geben.

Aktuell plant die KulturGießerei ein Event, das in Saarburg bereits Tradition hat: Am 28.03.2021 lädt die KulturGießerei zum in der Region bekannten „Staden-Picknick“ ein – dieses Jahr unter besonderen Bedingungen. Da ein gemeinsames Picknick im schönen Ambiente der KulturGießerei derzeit noch nicht möglich ist, hat sich das Team der KulturGießerei ein einzigartiges Konzept ausgedacht: Teilnehmer*innen können vorab eine Picknicktüte bestellen, die mit regionalen und selbst hergestellten Produkten gefüllt wird. Neben den Picknick-Leckereien für zuhause befindet sich in jeder Picknicktüte eine Überraschung der besonderen Art: Die Aufzeichnung eines Konzertprogramms über die “Glocken Notre-Dames”. Mit diesem Angebot möchten die Akteur*innen der KulturGießerei den Menschen eine Freude machen und schöne und gemeinsame Momente bei einem gemeinsamen Picknick im kleinen Familienkreis zuhause mit einem ganz besonderen Musikgenuss schaffen.


Lokales Bündnis für Familie e.V.
KulturGießerei Saarburg
Staden 130
54439 Saarburg

Website: www.kulturgiesserei-saarburg.de

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13. September 2021
#neustartkultur, #projektstimmen

#projektstimmen: Die SCHOTTE in Erfurt

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[caption id="attachment_2150" align="aligncenter" width="1024"] Bei der Mix-Version des Minutentheaters ergaben sich spannende Wortgefechte zwischen berühmten Figuren der Theatergeschichte.Foto © Schotte e.V.[/caption] Die Zuschauer:innen schienen mal vergnügt, mal nachdenklich, auch ernsthaft bewegt ob dieser kleinen Theater-Kostproben. Deutlich zu spüren war, dass sowohl Spieler:innen als auch Zuschauer:innen die so lang entbehrte gegenseitige Anwesenheit sichtlich genossen. „Jetzt weiß ich, was die ganze Zeit gefehlt hat“, äußerte sich zum Beispiel eine gerührte Zuschauerin. Einer unserer Spieler gab zu: „Ich hatte ganz vergessen, dass Spielen so viel Spaß macht.“ Überraschend war die Resonanz auf das Projekt jedoch auch für uns, denn was wir als “Notlösung“ geboren hatten, entpuppte sich als hervorragende Möglichkeit, um auch „theaterfremdes“ Publikum zu erreichen. 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[caption id="attachment_2151" align="aligncenter" width="1024"] Die Zuschauer:innen reagierten mal vergnügt, mal nachdenklich, auch ernsthaft bewegt auf die kleinen Theater-Kostproben.Foto © Schotte e.V.[/caption] Und eine weitere kleine Beobachtung machten wir während dieses Minutentheaters: Ein älteres Pärchen klingelte mehrfach den Dialog zwischen Antigone und Kreon an. Die Figuren stritten darin um die Grundlage rechtschaffenden Handelns: Moral oder Gesetz?! Die Intimität und Nähe des Theatermoments und vielleicht auch das Thema selbst trieben den beiden Zuschauenden auf offener Straße die Tränen in die Augen. Auch für die beiden Darsteller war dies ein emotionaler Moment und eine kostbare Erfahrung, die sie so während einer Vorstellung im Haus, allein auf Grund der dortigen räumlichen Distanz, nicht gemacht hätten. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich unsere Minutentheater eines so großen Zuspruchs erfreuen und werden sie deshalb wohl auch in Zukunft immer mal wieder auf die Straße bringen – womöglich auch wenn der Spielbetrieb auf der Bühne wieder läuft. Die Förderungen im Rahmen von NEUSTART KULTUR machten die vielen zusätzlichen Proben – zunächst digital und später auch vor Ort – möglich. Die Alternative, gemeinsam auf der Straße zu agieren, wieder in ihre Rollen schlüpfen zu dürfen und die Aufregung vor und die Freude nach dem Auftritt zu teilen, hat unsere Darsteller:innen nach langer Pause wieder neu verbunden. Darüber sind wir wirklich froh. Ihr Beitrag in #projektstimmen! Um das in unserem Blog entstehende bunte Mosaik aus Portraits und Geschichten weiter zu vergrößern, laden wir alle geförderten Projekte dazu ein, einen eigenen Blogbeitrag auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Weiter Informationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Stimme!
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1. September 2021
#neustartkultur, #pressemeldung

Pressemeldung – Bundesverband Soziokultur fördert erneut pandemiegerechte Programmarbeit

Berlin, 01.09.21: Heute hat der Bundesverband Soziokultur die Ausschreibung von NEUSTART KULTUR in der Fördermaßnahme Programm 2 veröffentlicht. Die Antragstellung für NEUSTART KULTUR - Programm 2 ist ab dem 15.09.2021 möglich. Im Vorfeld bietet der Bundesverband öffentliche Videokonferenzen zur Antragsberatung an und hilft bei Fragen zur Antragstellung per E-Mail und Telefon weiter. Die Ausschreibung sowie weitere Informationen zu NEUSTART KULTUR - Programm 2 gibt es unter soziokultur.neustartkultur.de/programm2. Bundesgeschäftsführerin Ellen Ahbe erwartet großes Interesse: „Die erneute Ausschreibung bildet voraussichtlich die letzte Möglichkeit für finanzielle Unterstützung der Programmarbeit im Jahr 2022 durch unseren Verband. Ich hoffe, dass diesmal auch kleinere Einrichtungen die Entwicklung neuer, pandemiegerechter Formate und die Anpassung bestehender Angebote über NEUSTART KULTUR fördern lassen. Gerade in überwiegend ehrenamtlich geführten Organisationen erfordern die interne Abstimmung und die Beratung zu förderrechtlichen Bestimmungen seitens unseres Verbandes zeitlichen Vorlauf, den wir diesmal einräumen konnten.“ Programm 2 ist die Neuauflage der im vergangenen Jahr vom Bundesverband Soziokultur durchgeführten NEUSTART KULTUR Förderung zur Stärkung kultureller und soziokultureller Programmarbeit unter Pandemiebedingungen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellt dafür erneut 15 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Kulturzentren, soziokulturelle Zentren und weitere Einrichtungen und Initiativen mit kulturellem Schwerpunkt und entsprechendem Aktivitätsprofil – auch dezentrale Träger. Einzelunternehmer*innen, die eine entsprechende Kultureinrichtung betreiben, können ebenfalls einen Antrag stellen. Die Förderung der Programmarbeit umfasst einzelne Veranstaltungen sowie kontinuierliche Angebote wie Kurse, Workshops und offene Treffs. Dabei werden Grundkosten, aktivitätsbezogene Kosten und Personalkosten für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Programmarbeit unter Pandemiebedingungen gefördert. Einrichtungen, die bereits eine NEUSTART KULTUR Förderung erhalten haben, können erneut eine Förderung ihrer Programmarbeit beantragen.
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23. August 2021
#neustartkultur, #projektstimmen

#projektstimmen: Das Jugendzentrum Aurich

In unserer Blogkategorie #projektstimmen kommen über NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur geförderte Projekte selbst zu Wort. Dieser Gastbeitrag stammt von: Sandra Grau | Jugend- und Familienzentrum Aurich AöR Das Jugendzentrum Aurich - Schlachthof besteht seit 1980 in der heutigen Form und ist seit jeher wegen seines vielfältigen Veranstaltungs- und Kulturangebots überregional bekannt. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit Aurich setzt sich für Toleranz und Gleichberechtigung ein. Fremdenfeindliche, rassistische, homophobe und undemokratische Strukturen werden nicht geduldet, im Gegenteil sind interkulturelle sowie toleranzfördernde Angebote die Regel. Partizipation und Bürger-/Jugenbeteiligung stehen im Vordergrund. Das Jugendzentrum fungiert als Teil des Familienzentrum Aurich, welches im Förderprogramm Mehrgenerationenhaus und als Ehrenamtsagentur aktiv ist. Hier engagieren sich mehr als 60 Vereine, Gruppen, Initiativen, Selbsthilfegruppen, Kulturangebote und Bündnisse in den Handlungsfeldern Begegnung, Bildung, Beratung und Betreuung. Von: Sandra Grau, Leitung Jugend- und Familienzentrum Aurich AöR Die Veranstaltungshalle des JUZ bietet unter normalen Bedingungen Raum für eine Vielzahl von Events für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Aufgrund der Corona-Krise ergibt sich nun jedoch die Notwendigkeit, auch alternative Veranstaltungsorte - vor allem Outdoor - zu erschließen, um den unterschiedlichen pandemiebedingten Vorgaben gerecht werden zu können und Kultur dennoch zu leben. Der schöne Innenhof des Jugendzentrums bietet hierfür durch seine charmante Atmosphäre genau den richtigen Rahmen. Unser Konzept macht aus unserem Hof einen Outdoor-Veranstaltungsbereich, der durch flexible und mobile Gestaltungsmöglichkeiten (Möbel, Bühne, Licht und Technik) ein breites Spektrum an neuen und alten Veranstaltungsformaten ermöglicht. [caption id="attachment_1588" align="aligncenter" width="929"] Der charmante Innenhof mit Baumbestand bietet vielfältige Möglichkeiten für Outdoor-Veranstaltungen.Foto © Jugend- und Familienzentrum Aurich AöR[/caption] NEUSTART direkt nach dem Lockdown – Aktionstage Mehrgenerationenhaus mit "Puppets in Minutes" und "La Jazz" Eingeweiht wurde der neue Innenhof schließlich bei den bundesweiten „Aktionstagen Mehrgenerationenhaus“ im Jugend-und Familienzentrum Aurich. Am Samstag, dem 29. Mai 2021 wurden am Morgen die Loungemöbel mit den orangefarbenen Sitzkissen aufgebaut, die Stehtische und Hocker im Innenhof verteilt und die mobilen Bühnenelemente für die Eröffnungsshow platziert. Pünktlich mit den ersten Lockerungen nach dem Lockdown, der die erste Jahreshälfte 2021 überschattet hatte, konnte somit der neu gestaltete Innenhof endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Bühnenprogramm wurde von den „Puppets in Minutes“ gestaltet - einem ebenfalls über NEUSTART KULTUR geförderten, pandemiegerechten mobilen Figurentheaterprogramm aus Aurich - gemeinsam mit dem Ensemble „La Jazz“, die eine bunte Show mit Marionetten und Musik zeigten. Das altersgemischte Publikum zeigte sich begeistert: Von der Möglichkeit, endlich wieder zusammenkommen zu dürfen, von der unterhaltsamen Mischung aus Poesie und Comedy des Programms und vom neuen Charme des Innenhofs des Jugendzentrums Aurich. An diesem Nachmittag zeigten sich nun erstmals die vielfältigen Perspektiven für einen NEUSTART KULTUR im Jugendzentrum Aurich, der insbesondere Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien zu Gute kommen soll. [caption id="attachment_1583" align="aligncenter" width="949"] Auftritt der „Puppets in Minutes“ bei der Eröffnungsveranstaltung des neu gestalteten Innenhofs.Foto © Jugend- und Familienzentrum Aurich AöR[/caption] NEUSTART der offenen Kinder- und Jugendarbeit am 01.06.2021 – Begeisterung durch chilligen Loungeflair im Außenbereich Das neue Außenmobiliar kam bei den Besucher*innen sehr gut an: „Nach dem langen Lockdown wirkt das wie ein kleiner Urlaub“. Ein Bestuhlungsmix aus Sitzhockern, Lounge- Ecken und verschiedene Sitzkissen ermöglichen den Kindern und Jugendlichen, sich in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen, Freunde zu treffen, neue (kulturelle) Ideen zu entwickeln und ein wenig Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. NEUSTART Jugendbeteiligung JUGA - Jugend gestaltet Aurich Auch bei der Auftaktveranstaltung des Projekts „JUGA – Jugend gestaltet Aurich“ am 25.06.2021 kam das flexibal nutzbare zum Einsatz. Paletten Möbel, Stehtische, Hocker und verschiedene Sitzkissen ermöglichten es Jugendlichen, in gemütlicher Atmosphäre über ihre individuellen Vorstellungen, Sorgen und Wünsche für die Zukunft der Stadt Aurich zu sprechen. Gerade nach bzw. in der Corona-Krise sind neue Ideen und Beteiligungsformate relevant, um Entwicklungsmöglichkeiten kennenzulernen und zu nutzen. Kulturelles Entwicklungspotential stand bei der Ideenentwicklung im Vordergrund. [caption id="attachment_1589" align="aligncenter" width="854"]Auch das Format "JUGA - Jugend gestaltet Aurich" wurde durch das über NEUSTART KULTUR geförderte Mobiliar wieder möglich.Foto © Jugend- und Familienzentrum Aurich AöR[/caption] JUGA - Jugend gestaltet Aurich geht am 16.07.2021 in die nächste Runde Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung „JUGA – Jugend gestaltet Aurich“ wurde bereits im Anschluss an den Termin ein neues Treffen vereinbart, bei welchem sich die interessierten Jugendlichen speziell zu dem Thema Kultur und Freizeitangebote austauschen sollten. Neben dem bereits erprobten Mobiliar, welches sowohl Outdoor als auch Indoor eingesetzt wurde, kamen – passend zum inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung – auch erstmalig die aufblasbare Kinoleinwand sowie der Beamer zum Einsatz. Dank NEUSTART KULTUR konnten alle Beteiligten diesen produktiven und kreativen Tag bei einem gemeinsamen Filmabend ausklingen lassen. Geplant sind viele weitere Angebote und Veranstaltungen, bei denen auch noch weiteres angeschafftes Ausstattungsmobiliar wie die Outdoor-Lichtanlage, das Outdoor-Thekenhäuschen, die Feuerschalen und die Pelletheizöfen eingesetzt werden. Wir freuen uns über die Möglichkeiten, die sich uns durch die Förderung im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur eröffnen und sagen auch im Namen unserer Besucher*innen und Gäste DANKE!!! Ihr Beitrag in #projektstimmen! Um das in unserem Blog entstehende bunte Mosaik aus Portraits und Geschichten weiter zu vergrößern, laden wir alle geförderten Projekte dazu ein, einen eigenen Blogbeitrag auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Weiter Informationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Stimme!
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16. August 2021
#neustartkultur, #projektstimmen

#projektstimmen: Das KOMM-Haus in Leipzig

In unserer Blogkategorie #projektstimmen kommen über NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur geförderte Projekte selbst zu Wort. Dieser Gastbeitrag stammt von: Birgit Grunewald | KOMM-Haus Leipzig Das KOMM-Haus ist ein soziokulturelles Zentrum im Wohnkomplex 8 in Leipzig Grünau. Das Zentrum ist offen für alle Menschen unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft und versteht sich als ein Begegnungs- und Kommunikationsort für Bürger, Familien, Vereine und Institutionen aus Grünau und darüber hinaus. Ziel ist die Schaffung eines Orts für Kunst, Kultur und Bildung. Ebenso bietet das Zentrum einen Nachbarschaftstreff, den Freizeittreff »Wilde 11« und einen Treffpunkt für Selbsthilfegruppen. Das Soziokulturelle Zentrum "KOMM-Haus" wird betrieben durch die VILLA gGmbH für Jugend, Kultur & Soziales in Leipzig. Von: Birgit Grunewald, Öffentlichkeitsarbeit Soziokulturelles Zentrum "Die VILLA" Unser Soziokulturelles Zentrum »KOMM-Haus« in Leipzig Grünau, einem Sozialen Brennpunkt ganz im Westen von Leipzig, steht für Gemeinschaft, Kultur und Engagement. Der Stadtteil leidet unter mehreren Herausforderungen. Eine davon: Im Umkreis gibt es keine Gaststätte oder ähnliches. Diesen Mangel thematisieren unsere Besucher*innen und die Bewohner*innen des Stadtteils immer wieder. Mit unserer Mitmach-Pizzeria gingen wir dieses Thema an. Unsere Idee: Zusammen mit den Bewohner*innen organisieren wir einen temporären Gemeinschaftsort in Grünau. So verwandelte sich im Juni 2021 wieder eine Brachfläche in eine Freiluft-Pizzeria mit traditionellem holzbefeuerten Pizzaofen. An einer Theke belegte sich jeder seine Pizza und ließ diese backen. Die originelle Gestaltung des Ofens und die bunten Sitzmöglichkeiten luden zum Kontakt und Gespräch zwischen den Besucher*innen ein. Die Freiluft-Pizzeria ist dabei auch ein prima Ort für kulturelle Aktivitäten: Konzerte, Lesungen und Workshops fanden hier statt und erreichten Menschen, welche sonst vielleicht das KOMM-Haus nicht besuchen. Die Rollen der Organisatoren und Besucher*innen waren fließend: Bewohner*innen übernahmen das Pizza backen; wir kamen ins Gespräch mit anderen Akteur*innen. Die Pizza und deren Belag sowie die Getränke konnten gegen eine Spende erworben werden. [caption id="attachment_1567" align="aligncenter" width="886"] Zahlreiche Künstler*innen spielten 2021 bei der Mitmach-PizzeriaFoto © KOMM-Haus Leipzig[/caption] Warum wählten wir als Mittel Pizza? Pizza bietet viele Anschlussmöglichkeiten: Alle mögen sie, sie lässt sich individuell belegen und eine Pizza wird gern geteilt. Dadurch ist es möglich, mit einfachen Mitteln und ohne mitgebrachte Fähigkeiten etwas zum Gemeinschaftserlebnis beizutragen. Das gemeinsame Kochen und Essen ist ein ideales Werkzeug für niederschwellige und gemeinschaftliche Erlebnisse im öffentlichen Raum. Es ist anknüpfungsfähig für jede Altersstufe, benötigt keine Sprachkenntnisse und weist im Falle der auf Spendenbasis basierenden Pop-Up Pizzeria keine monetäre Einschränkung auf. Unser Anliegen ist es, Impulse für Grünau zu setzen. Wir greifen den Bedarf der Bewohner*innen nach einer Gastronomie auf und geben einen temporären Lösungsvorschlag. Wir beziehen die Besucher*innen direkt in die Arbeit ein und lassen sie erleben, dass Engagement etwas verändern kann. Mit einem Pop-Up-System laden wir innerhalb des Stadtteils zum Begegnen und Verweilen ein und ermöglichen auf diese Weise Kultur. Wir gestalten öffentliche Orte und erreichen niederschwellig die vielfältigen Bewohner*innen von Grünau. Bereits im vergangenen Jahr fand die Mitmach-Pizzeria an einem anderen Ort in Grünau zum ersten Mal statt. Damals noch etwas improvisierter. Es zeigte sich, dass die Idee sehr großen Anklang fand und sehr gut in die Corona-Situation passte. Die Open-Air Situation auf einer vergleichsweise großen Fläche ermöglicht Aktivitäten mit wenigen Pandemie-Einschränkungen. Auch in diesem Jahr war unsere Mitmach-Pizzeria eine der ersten größeren kulturellen Aktivitäten in Grünau. [caption id="attachment_1568" align="aligncenter" width="886"] Die mobile Pizzeria ist auf einem umgebauten PKW-Anhänger installiert, auf dem Pizza-Ofen, Kühlschrank und Waschbecken Platz finden.Foto © KOMM-Haus Leipzig[/caption] Dafür entwickelten wir mithilfe der Förderung im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur unsere Idee noch einmal weiter. Entstanden ist eine mobile Pizzeria. Auf einem PKW-Anhänger installierten wir einen robusten Pizzaofen, welcher zünftig mit Holz geheizt wird. Dazu gibt es Kühlschränke für den Teig, ein Waschbecken und die Möglichkeit, einiges an Material zu verstauen. Zusammen mit einem mobilen Tresen für das Belegen der Pizzen und flexibler Möblierung können wir die Pizzeria mit relativ geringem Aufwand wieder aktivieren. So machte die Förderung unsere Mitmach-Pizzeria fit für die Zukunft. Zahlreiche Künstler*innen spielten 2021 bei der Mitmach-Pizzeria. Wir eröffneten feierlich bei Pizza und Getränk den Grünauer Kultursommer, ein großes Angebot, an welchem wir uns mit beteiligen. Neben unterschiedlichen Workshops zu Umweltthemen oder Nachhaltigkeit gab es in den Tagen der Pizzeria Musik von Thomas Katrozan, Franz Belger & Isabel Korda, Markus Dietrich, Carolin Greiner, CarPoSol, Mayakan, Savannah Soul, Maria Schüritz und Weltwärts. Ihr Beitrag in #projektstimmen! Um das in unserem Blog entstehende bunte Mosaik aus Portraits und Geschichten weiter zu vergrößern, laden wir alle geförderten Projekte dazu ein, einen eigenen Blogbeitrag auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Weiter Informationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Stimme!
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