Nina Fabricius

Förderreferentin & Koordination dezentrales Team
 NEUSTART KULTUR 

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27. Mai 2021
#neustartkultur, Portrait

Neue Wege in digitale Welten – der Felsenkeller im Aufbruch

Der Haus Felsenkeller e.V. ist eine feste Instanz des soziokulturellen Lebens im ländlichen Raum im nördlichen Rheinland-Pfalz und arbeitet seit 1986 in den Bereichen Kultur und Bildung. Die Pandemie stellt das Team des Hauses vor große Herausforderungen. Lockdown bedeutet im Felsenkeller: Keine Kurse, keine Veranstaltungen, keine Menschen im Haus. Doch die Akteur*innen des Zentrums verzweifeln nicht, sondern richten den Blick nach vorn. Improvisation, Innovation und die Digitalisierung von Bildung stehen auf dem Plan. Die Förderung von NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur sorgt für die nötige Unterstützung und macht viele neue Wege begehbar. Der Verein „anderes lernen – Haus Felsenkeller – Soziokulturelles Zentrum e.V.“ lebt von seinen Fördermitgliedern, Netzwerken und den regionalen Betrieben – vor allem aber von den Besucher*innen, Teilnehmer*innen und Gästen. Die naturnahe Lage im grünen Westerwald, am Rand des Kleinstädtchens Altenkirchen, macht das Haus auch zum Anziehungspunkt für viele überregionale Gruppen, die die gemütlichen Übernachtungszimmer nutzen und Haus und Außengelände beleben. [caption id="attachment_1311" align="aligncenter" width="1024"] Blick über Altenkirchen - am Rand der Kleinstadt in Rheinland-Pfalz befindet sich das "Haus Felsenkeller.Foto © Haus Felsenkeller / Ingo Nachtigall[/caption] Traditionell bietet das Team im Bereich der Bildungsarbeit ein sehr breites Spektrum an Themen für sehr unterschiedliche Zielgruppen an. Die bunte Angebotspalette reicht von Fortbildungen, die im persönlichen und beruflichen Alltag Entwicklungsspielräume öffnen (Alphabetisierung, Kommunikation, Fortbildungen für Pädagog*innen) bis zu Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung (auch spirituelle und erlebnisorientierte Angebote). Für Körper und Geist sind Kurse in Tai Chi und Yoga im Programm, ebenso sind Freizeitangebote konstant nachgefragte Bestandteile des Angebots. Das Team des Felsenkellers greift in der Auswahl der Themen und Inhalte immer wieder das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen auf. Vortrags- und Diskussionsabende mit namhaften Referenten sind seit je her ein integraler Bestandteil der Bildungsarbeit im soziokulturellen Zentrum. Daneben nutzen verschiedene unabhängige Gruppen die Räume: Stammtische, Vereine und Initiativen treffen sich ganzjährig regelmäßig im Felsenkeller und auch Selbsthilfegruppen finden hier Raum. Gelegentliche Kunstausstellungen oder Lesungen runden das Programm ab. Die Corona-Krise und die mit der Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben das kulturelle Leben im Felsenkeller grundlegend verändert. Im letzten Jahr konnten nur wenige Kurse und Veranstaltungen stattfinden. Seit dem zweiten Lockdown im November letzten Jahres steht die soziokulturelle Arbeit im Felsenkeller still. Doch das Team des Felsenkellers ist im Umgang mit existenziellen Herausforderungen geübt. Mit finanziellen Engpässen konfrontiert zu werden, gehörte von Beginn an zur Geschichte des Hauses. Schon häufiger mussten Inhalte neu erfunden, unbekannte Wege beschritten und bestehende Strukturen neu gestaltet werden, um die Erfolgsgeschichte des Zentrums weiter zu schreiben. [caption id="attachment_1307" align="aligncenter" width="1024"] Das Haus um die Jahrhundertwende erbaute Haus Felsenkeller liegt für sich allein am Waldrand, umgeben von einem 8000 qm großen Gelände mit alten Obstbäumen und Wiesen.Foto © Haus Felsenkeller / Ingo Nachtigall[/caption] Auch in der aktuellen Situation versucht das Team des Felsenkellers, die Krise als Chance zur Erneuerung zu begreifen. Die Vision: Auf Basis der bestehenden Bildungsangebote neue Inhalte, Themen und Formate entwickeln, um diese über das Internet anzubieten. Die Übersetzung der Bildungsangebote in die digitale Sphäre verspricht Unabhängigkeit von den aktuell schwierigen Bedingungen für Präsenzveranstaltungen. Dabei sollen die Online-Angebote die klassischen Präsenzveranstaltungen nicht ersetzen, sondern perspektivisch ergänzen und erweitern, sobald die Bildungsarbeit auch im Haus wieder wie gewohnt stattfinden kann. Getragen wird diese Vision von der Idee der Digitalisierung und Dezentralisierung von Bildung. Das Internet macht es möglich, das bestehende Bildungsangebot mit Referent*innen aus der Region durch andere, überregionale Bildungsinhalte zu ergänzen. Überregionale Themen aufzugreifen und als Bildungsangebot im Felsenkeller zu verankern eröffnet gleichzeitig die Chance, das Angebot des Felsenkellers auch über die Region hinaus bekannt zu machen und somit neue Zielgruppen zu erreichen. Das Förderprogramm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur kam für den Felsenkeller gerade im richtigen Moment. Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Förderung im Bereich „Programm“ wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich gewesen. Aufgrund der Corona-Krise arbeitete zuletzt nur noch ein stark verkleinertes Kernteam für das soziokulturelle Zentrum. Um weitere Helfer*innen für die Umsetzung des Projekts und die inhaltliche Weiterentwicklung des Programms zu finden, startete das Team einen Rundruf im weit verzweigten Kontaktnetzwerk des Hauses. Mit Erfolg: Mit neuer Dynamik im erweiterten Projektteam machten sich die Akteur*innen an die Aufgaben. Um frischen Wind in Prozesse und Arbeitsabläufe zu bringen, modernisierte das Team zunächst die internen Strukturen. Parallel dazu begann das Team mit der Neugestaltung der Bildungsangebote für die digitale Sphäre. Die ToDo-Liste der hierfür neu zusammengestellten Arbeitsgruppe war lang: Da Online-Formate von Bildungsveranstaltungen neue Anforderungen mit sich bringen, musste zunächst die Homepage des Felsenkellers erneuert werden. Daneben konzipierten die Akteur*innen neue Formate für E-Learnings, kümmerten sich um die Prozessgestaltung zur Entwicklung und Umsetzung von Inhalten und Themen und machten sich auf die Suche nach Referent*innen, die auch für das digitale Lernen zu begeistern sind. [caption id="attachment_1309" align="aligncenter" width="1024"] Die neue Webseite ist inzwischen fertig und bietet Besucher*innen die Möglichkeit, Bildungsangebote direkt zu buchen.Screenshot © Bundesverband Soziokultur e.V.[/caption] Inzwischen konnte das Team viele Ziele erreichen. Die neue Homepage strahlt heute in neuem Glanz und präsentiert das runderneuerte, digitale Bildungsprogramm. Ein neues Programmheft ist in der Vorbereitung für den Druck und viel Spannendes wird darin zu finden sein. Ab Juli 2021 werden viele neu entwickelte Inhalte im und mit dem Felsenkeller erlebbar sein. Es gibt Online-Kreativangebote und neue Bewegungskurse, an denen Besucher von zuhause aus teilnehmen können. Und nicht zuletzt gibt es viele neue Menschen, für die und mit denen das Angebot des Hauses lebendig bleibt. Der Stillstand im Haus hat sich dadurch noch nicht aufgelöst. Der Übernachtungsbetrieb konnte unter Pandemiebedingungen nicht wieder anlaufen, da die Verordnungen es nicht zulassen. Präsenzveranstaltungen im Rahmen der Bildungsangebote sind vorerst nicht möglich. Doch die Akteur*innen des Felsenkellers bleiben optimistisch und setzen auf die Mischung aus Glück, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, die sie bis hier getragen hat. Anderes lernen – Haus Felsenkeller – Soziokulturelles Zentrum e.V. Heimstraße 4 57610 Altenkirchen Website: www.haus-felsenkeller.de Facebook: www.facebook.com/Haus-Felsenkeller-eV-anderes-lernen-852158364804488/
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20. Mai 2021
#neustartkultur, Portrait

Fit für die Zukunft – der Kunsthof Friedrichsrode macht sich bereit für den NEUSTART

Der im weiten ländlichen Raum zwischen den Städten Nordhausen und Mühlhausen gelegene Kunsthof Friedrichsrode lädt die Menschen der Umgebung seit knapp 30 Jahren zu gelebter kultureller Vielfalt ein – als kulturelle Bildungsstätte, Veranstaltungsort und Schullandheim. Doch im Lockdown ist es in dem sonst so lebendigen Ort der Begegnung still geworden. Fördermittel aus NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur machen Investitionen möglich, die den Hof fit für die Zukunft machen sollen. Doch noch ist unklar, wie diese Zukunft aussehen wird und wann die Türen wieder für Besucher*innen geöffnet werden können. Mitten im Kern eines 70-Seelen-Dorfs im Norden Thüringens befindet sich der Kunsthof Friedrichsrode. Im Laufe der Jahre seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat sich das soziokulturelle Zentrum nicht nur einen festen Platz im Leben und Herzen der Dorfbewohner*innen erarbeitet, sondern mit seinem diversen Angebots-Mix aus kultureller Bildung, Kunsthandwerk und Veranstaltungen auch überregionale Wahrnehmung und Strahlkraft erlangt. [caption id="attachment_1282" align="aligncenter" width="1024"] Der Innenhof des Kunsthof Friedrichsrode - Im Lockdown ist es in dem sonst so lebendigen Ort der Begegnung still geworden.Foto © Kulturland Hainleite e. V. / T. Kümmel[/caption] Der Hof besteht aus zwei Gebäudekomplexen mit historischer Bausubstanz und einem großzügigen Außengelände. Neben den Aufenthalts-, Speise- und Übernachtungsräumen beherbergt das Ensemble künstlerische Werkstätten, Räume für Seminare und Workshops sowie eine Theaterbühne. Die Angebote des Kunsthofs richten sich an alle Altersgruppen, vorrangig jedoch an Kinder und Jugendliche. Vor der Pandemie besuchten jährlich mehr als 10.000 Nutzer*innen den Kunsthof Friedrichsrode und seine Veranstaltungen. Der Hof bietet Raum für Klassenfahrten, Kindergeburtstage, Mehrtagesprojekte, Kreativurlaube und -freizeiten sowie Workshops für Erwachsene. Daneben lädt der Kunsthof die Menschen der Region als Veranstaltungsort zu Ausstellungen, Konzerten und Theateraufführungen ein. Beim „Kunstmarkt“ an jedem dritten Samstag im Juni, dem wichtigsten Event des Jahres, verwandelt sich das gesamte Dorf in eine pulsierende Kunstmeile mit über 100 Kunsthandwerkern, Bands, Straßenkünstlern, Ausstellungen und Theater. Doch den überregional bekannten und beliebten Kunstmarkt musste der Kulturland Hainleite e.V., welcher auch Träger des Kunsthofs ist, nach 2020 – dem dreißigsten Jubliläumsjahr – nun zum zweiten Mal schweren Herzens absagen. Die nach wie vor dynamische Pandemielage macht die Planung und Durchführung von Veranstaltungen dieser Größenordnung zurzeit unmöglich. Corona-Krise und Lockdown bestimmen den Alltag im Kunsthof Friedrichsrode. Im dem sonst so lebendigen Ort der Begegnung ist es still geworden. [caption id="attachment_1281" align="aligncenter" width="1024"] Seit fast 30 Jahren ist der Kunsthof Friedrichsrode fester Bestandteil des kleinen Dorfs in Thüringen.Foto © Kulturland Hainleite e. V. / T. Kümmel[/caption] Als sich Thomas Kümmel im Februar 2020 für die Leitung des Kunsthofs entschied, konnte er nicht ahnen, dass vor allem die Bewältigung von Problemen, die mit Begriffen wie „Pandemie“ und „Lockdown“ zusammenhängen, im Mittelpunkt seiner neuen Tätigkeit stehen würde. Als der zuvor als Kulturagent tätige Hallenser schließlich im Juni 2020 seine Zweitwohnung in Friedrichsrode bezog und seine Arbeit aufnahm, bestand seine erste Aufgabe in der Ausarbeitung eines umfassenden Infektionsschutzkonzeptes für die unterschiedlichen Angebotsformate des Kunsthofes. Dieses Konzept war die Grundlage für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs ab Juli 2020. Über die Sommerferien kehrte das kulturelle Leben allmählich in den Kunsthof zurück. Auch Gruppen- und Klassenfahrten wurden unter Auflagen wieder möglich. Im September und Oktober traute sich das Team des Kulturzentrums sogar die Ausrichtung von größeren Veranstaltungen zu. Dank Sicherheitsmaßnahmen wie Einlasskontrollen und Verlagerung von Angeboten nach draußen konnte beispielweise die ursprünglich für Juni geplante Ausstellungseröffnung der 11. Jugend-Kunst-Biennale auf dem Gelände des Kunsthofs verspätet stattfinden. Doch bereits im November mussten die Türen des Kunsthofs im Zuge des nächsten Lockdowns erneut schließen. Seitdem steht das kulturelle Leben wieder still. Die Umsatzausfälle, die der Kunsthof seitdem verkraften muss, sind enorm. Im November mussten drei der Mitarbeiter*innen zum wiederholten Mal in Kurzarbeit gehen. Der in Normalzeiten bis zu 70 Prozent über Umsätze aus Beherbergung, Bildungsangeboten und Veranstaltungen eigenfinanzierte Kunsthof hätte die Gehälter ansonsten nicht mehr bezahlen können. Einer Beantragung von November- und Dezemberhilfe standen bürokratische Hürden im Weg. Der Trägerverein Kulturland Hainleite e.V. wandte sich deshalb mit einem Spendenaufruf an die Nutzer*innen. Mit Erfolg: Über 13.000 Euro kamen in kurzer Zeit über die Kampagne zusammen, der überwiegende Teil davon ergab sich aus zahlreichen Kleinspenden zwischen 10 und 50 Euro. „Das Echo auf die Spendenkampagne seit November hat uns echt überwältigt und sehr geholfen, die laufenden Betriebskosten der letzten drei Monate aufzufangen.“, schreibt das Team Anfang des Jahres auf der eigenen Homepage. Doch die Betriebskosten liefen weiter, während die Spendengelder schon bald wieder aufgebraucht waren. Umso größer war die Erleichterung, als der Bundesverband Soziokultur e.V. den Zuwendungsbescheid für die Fördermittel aus NEUSTART KULTUR schickte. Mit Hilfe der Förderung in Höhe von knapp 34.000 Euro aus dem Förderbereich „Zentren“ kann sich der Kunsthof Friedrichsrode nun auf die Wiedereröffnung unter Pandemiebedingungen vorbereiten und gleichzeitig veraltete Infrastruktur erneuern, um den Hof auch über die Pandemie hinaus fit für die Zukunft zu machen. [caption id="attachment_1283" align="aligncenter" width="1024"] Die Bauarbeiten laufen an: Dank der Förderung kann die teils veraltete Infrastruktur des Hofs erneuert werden.Foto © Kulturland Hainleite e. V. / T. Kümmel[/caption] Neben der Anschaffung von Barrieren zur Besuchersteuerung wurden über die Fördermittel Türen und Fenster erneuert, um eine bessere Belüftung und Abtrennung der Räume im Sinne des Infektionsschutzes zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde in Ausstattung für Open-Air-Veranstaltungen investiert: Neue akkubetriebene Lautsprecher, Funkgeräte, Sonnenschirme, Stühle und Pavillons sollen es zukünftig erlauben, einen großen Teil der Angebote auf das weitläufige Außengelände zu verlagern. Eine zusätzliche Töpferscheibe wird es möglich machen, dass in Zukunft mehrere Kleingruppen oder Einzelpersonen in der Werkstatt parallel töpfern können. Neben dem Förderprogramm NEUSTART KULTUR hat der Verein auch Anträge bei anderen Landes- und Bundesprogrammen gestellt. Hier wartet man derzeit noch auf Antwort. Für die staatlichen Hilfsgelder ist Thomas Kümmel dankbar, sieht aber auch Probleme: Die Beantragung von Fördermitteln als auch die Umsetzung der Förderung sowie deren formelle Abwicklung erfordern viel Fachkompetenz und Zeit – Ressourcen, die nicht jedes Kulturzentrum im Krisenmodus zur Verfügung hat. Aktuell läuft der Betrieb im Kunsthof auf absoluter Sparflamme. Die meisten Investitionen sind bereits abgeschlossen, das neue Equipment liegt für den ersten Einsatz bereit. Doch noch ist unklar, wann und unter welchen Bedingungen die Türen wieder für Besucher*innen geöffnet werden können. Die damit verbundene Machtlosigkeit und Unsicherheit machen das Warten auf die Wiedereröffnung für Thomas Kümmel und sein Team zum zermürbenden Marathon. Zum Glück ist der Kontakt zum Publikum nie abgerissen. Über seinen Newsletter und die Social-Media-Kanäle auf Facebook und Instagram steht der Kunsthof Friedrichsrode in direktem Austausch mit den Nutzer*innen. „Als wir vor kurzem den Kunstmarkt abgesagt haben, standen die Telefone nicht mehr still. Das zeigt mir, dass die Menschen uns nicht vergessen haben. Sie warten darauf, dass es endlich wieder losgeht.“, berichtet Thomas Kümmel. [caption id="attachment_1294" align="aligncenter" width="1024"] Teil der geförderten Investitionen: Eine neue Töpferscheibe.Foto © Kulturland Hainleite e. V. / T. Kümmel[/caption] Da auch Beherbergungen auf längere Frist nur sehr eingeschränkt möglich und beispielsweise Klassenfahrten bis zum Sommer in Thüringen ganz verboten sind, gab es in den letzten Wochen viele Absagen für das Schullandheim. Doch auch hier zeigt sich, dass die Menschen nicht so einfach aufgeben: „Bei jeder Absage fragen die Menschen direkt nach einem neuen Termin für die zweite Jahreshälfte.“, sagt Thomas Kümmel. Auch wenn er persönlich nicht daran glaubt, dass es ein einfaches Zurück zur alten Normalität geben wird – das große Interesse der Menschen gibt ihm und seinem Team Hoffnung für die Zukunft. Kulturland Hainleite e. V. In Friedrichsrode 14 99713 Helbedündorf / OT Friedrichsrode Website: www.kunsthof-friedrichsrode.de Facebook: www.facebook.com/Kunsthof.Friedrichsrode
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3. Mai 2021
#neustartkultur, Pressemeldung

Aufstockung BKM-Förderprogramm NEUSTART KULTUR: BUNDESVERBAND SOZIOKULTUR erneut mittelausreichende Stelle

Der Bundesverband Soziokultur e. V. begrüßt die zweite Kulturmilliarde für das BKM-Programm NEUSTART KULTUR. Der Verband sichert der Kulturstaatsministerin seine volle Unterstützung als mittelausreichende Stelle bei der Umsetzung weiterer Teilprogramme in Höhe von 20 Mio. Euro zu, womit sich das Fördervolumen auf insgesamt 68,7 Mio. Euro erweitert. Alle bisher eingereichten förderfähigen Anträge aus der ersten Runde können somit mit einem Zuwendungsvertrag versehen werden. Weitere Ausschreibungsrunden sind für September und November 2021 geplant. Auch Einzelpersonen, die eine Kultureinrichtung betreiben, sind antragsberechtigt. Dies kommt vor allem den kleinen soziokulturellen Zentren und Initiativen in den ländlichen Räumen entgegen. Die Ausschreibungen werden auf unseren Webseiten und Social-Media-Kanälen angekündigt: www.soziokultur.de, www.soziokultur.neustartkultur.de, Facebook und Twitter. Im Rahmen der Ausschreibung des Förderprogramms NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur e. V. im Herbst 2020 reichten Kultureinrichtungen und Initiativen mehr als 1.000 Anträge ein. Der Bedarf an finanzieller Unterstützung, um die Kultureinrichtungen kurzfristig und flächendeckend den gesundheitspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung anzupassen und auf eine Wiedereröffnung unter Pandemiebedingungen vorzubereiten, war und ist groß. Deshalb begrüßen wir als Bundesverband die erneute Aufstockung des Programms und freuen uns, dass wir als mittelausgebende Stelle für zusätzliche Fördermittel im Rahmen von 20 Mio. Euro auch im Jahr 2022 einen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Stärkung von Kultureinrichtungen leisten können. Durch die Aufstockung erhöht sich die verfügbare Fördersumme für die vom Bundesverband im Rahmen von NEUSTART KULTUR betreuten Kulturbereiche auf insgesamt 68,7 Mio. Euro. Dank der Verlängerung der Fristen für die Weiterreichung der Fördermittel ist nun zudem sichergestellt, dass die Mittel in diesem Umfang auch ausgegeben werden können. Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, sichern wir weiterhin unsere volle Unterstützung bei der bundesweiten Verteilung der Mittel zu, verbunden mit großem Dank für ihr persönliches Engagement in dieser Sache! Eine Zwischenbilanz zur Umsetzung beim Bundesverband zeigt die großen Erfolge des Programms: Mit Hilfe der Fördermittel sind die teilnehmenden Kultureinrichtungen bereit für die Wiedereröffnung. Der vielfältige und intelligente Einsatz der Fördermittel in den Einrichtungen wird im Blog der Webseite zum Förderprogramm illustriert. Wirksame und nachhaltige Investitionen im Förderbereich „Zentren“ Über die Hälfte der bisher eingereichten Anträge bezog sich auf den Förderbereich „Zentren“ im ersten Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“. Die in diesem Bereich verfügbaren Fördermittel von initial 31 Mio. Euro werden derzeit im Rahmen der Förderung an Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren ausgereicht. Die Mittel fließen in Investitionen für eine baldige und sichere Wiedereröffnung. Aktuell zeigen sich erste Erfolge des Programms: Bisher wurden allein für neue Lüftungssysteme Fördergelder in Höhe von 5 Mio. Euro bewilligt. Daneben können weitere Millionen in Schutzvorrichtungen, Wegeleitsysteme und Open-Air-Bühnen investiert werden – essentielle Maßnahmen, um sich auf eine Wiedereröffnung unter Pandemiebedingungen vorzubereiten und die Sicherheit von Akteur*innen und Nutzer*innen zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht die Förderung nachhaltige Investitionen in technische Ausstattung und IT-Infrastruktur. Diese bilden unter anderem die Basis für die Entwicklung von Streaming-Angeboten, über die die Einrichtungen und Initiativen trotz des anhaltenden Lockdowns ein digitales Lebenszeichen in Richtung ihres Publikums senden können. So entstehen zukunftsfähige Infrastruktur und Kompetenz, die auch nach der Pandemie digitale bzw. hybride Angebote ermöglichen werden. Förderbereich „Programm“: Warten auf die Wiedereröffnung mit Publikum Bei der im Programmteil „Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur“ verorteten Einzelmaßnahme „Programm“ gestaltet sich die Situation aufgrund des anhaltenden Lockdowns schwieriger. Die in diesem Bereich verfügbaren Fördermittel von initial 17,7 Mio. Euro sollen Kulturarbeit und -angebote auch unter unwirtschaftlichen Pandemiebedingungen ermöglichen. Dass die zweite und dritte Corona-Welle Kulturarbeit mit Live-Publikum über Monate hinweg unmöglich machen würden, war jedoch zum Start des Förderprogramms nicht vorhersehbar. So konnten viele entsprechend beantragte und bewilligte Maßnahmen noch nicht wie geplant realisiert werden. Die in den Förderanträgen dargestellte Programmplanung muss mit jeder weiteren Woche im Lockdown neu angepasst werden. Zudem hat sich während der langen Zeit der pandemiebedingten Schließungen in den Einrichtungen viel verändert: Teamstrukturen haben sich aufgelöst, Honorarkräfte und ehrenamtliche Helfer*innen sind als wichtige Stützen weggebrochen. Darüber hinaus können mit langer Vorlaufzeit terminierte Auftritte bereits gebuchter Künstler*innen oft nicht verschoben werden. Konkrete Zahlen hierzu wird der Bundesverband Soziokultur am 21. Mai 2021 veröffentlichen. Trotz aller Widrigkeiten: Die Einrichtungen und Initiativen haben eine breite Palette an Angebotsformaten vorbereitet, mit denen sie jederzeit starten könnten. Besucher*innen und Teilnehmer*innen können darauf vertrauen, künftig in sicher ausgestatteten Einrichtungen ein reichhaltiges Programmangebot wahrnehmen zu können. Der Bundesverband Soziokultur wird darüber berichten.
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21. April 2021
#neustartkultur, Portrait

Soziokultur hält uns zusammen! – Das Kulturzentrum CD-Kaserne wartet auf die Wiedereröffnung

Die CD-Kaserne in Celle ist mit ihrem vielfältigen Angebot die zentrale soziokulturelle Schnittstelle der Region. Die Corona-Pandemie hat das kulturelle Leben in der ehemaligen Reiterkaserne zum Stillstand gebracht und gefährdet die über Jahre gewachsenen Strukturen. Doch das Team der Kultureinrichtung begegnet der Herausforderung mit Kreativität und Flexibilität und macht sich mit Hilfe von Fördermitteln aus NEUSTART KULTUR für die Wiedereröffnung unter freiem Himmel bereit. Bereits vor 25 Jahren nahm die CD-Kaserne in Celle als Jugend- und Kulturzentrum ihre Arbeit auf. Seitdem hat sie sich zu einem zentralen kulturellen Anlaufpunkt in Celle entwickelt und gilt als wichtigste soziokulturelle Schnittstelle der Region. Vor der Pandemie besuchten pro Jahr mehrere hunderttausend Besucher*innen das 33.000 qm große Gelände auf dem ehemaligen Kasernen-Areal der „Cambridge Dragoner“. An der Struktur des Geländes erkennt man noch heute seine Geschichte als ehemalige Reiterkaserne: Um einen 3.500 qm großen Innenhof (früher Reit- und Appellplatz) gruppieren sich zwei Veranstaltungshallen (früher Reithalle und Werkstatt) sowie viele Nebengebäude (früher Pferdeställe). Das frei zugängliche Außengelände mit Skatepark, Streetballplatz und Liegewiese war als größter informeller Treffpunkt der Region in Vor-Pandemiezeiten immer gut besucht. [caption id="attachment_1219" align="aligncenter" width="920"] Geländeplan der CD-KaserneIllustration © CD-Kaserne gGmbH[/caption] Die Größe und Vielfalt der Infrastruktur spiegelt sich auch in den Aktivitäten des Zentrums wider: Zahlreiche Vereine, Initiativen und Projekte sind auf dem Areal zuhause und bieten eine bunte Mischung partizipativ gestalteter Angebote auf mehreren Ebenen. Die Angebotspalette umfasst ein Kultur- und Veranstaltungsprogramm für Gäste aller Altersgruppen mit Konzerten, Partys, Comedy, Kabarett, Theater, Kinderveranstaltungen, Lesungen und außerschulischen Bildungsveranstaltungen. Hinzu kommen Angebote von Vereinen und Ehrenamtlichen wie der „Jugendtreff Haus 7“ oder das plenumsverwaltete „Bunte Haus e.V.“. Weitere Nutzer*innen und Mieter*innen des Kulturzentrums sind beispielsweise das preisgekrönte, kommunale Kino achteinhalb, der Deutsche Alpenverein, der ESV Fortuna Celle oder Lloyds Musicalschule Celle. Ebenfalls auf dem Gelände beheimatet ist das Albert-Schweizer-Familienwerk. Hier werden Jugendliche zum Beispiel durch die Jugendgerichtshilfe zugewiesen und absolvieren Anti-Aggressionstrainings. Es gibt einen Kinder- und Jugendzirkus, künstlerische Ateliers und Werkstätten für Jugendliche. Darüber hinaus koordiniert die CD-Kaserne trägerübergreifend demokratiefördernde Projekte wie Jugendkonferenzen, Projekte zur demokratischen Partizipation, zur Diversität und gegen Menschenfeindlichkeit und ist Heimat für Beratungsangebote wie zum Beispiel der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur. Zentraler Knotenpunkt dieses vielschichtigen soziokulturellen Organismus ist die gemeinnützige CD-Kaserne gGmbH. Ihr Geschäftsführer Kai Thomsen ist bereits seit rund 20 Jahren für die CD-Kaserne tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung und Expertise beriet und berät der systemische Coach im Rahmen des Niedersächsischen Programms SozioKChange auch viele andere soziokulturelle Zentren im Land. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hat sich der Alltag in der CD-Kaserne stark verändert. Die Corona-Pandemie hat das Zentrum in einen Zustand der Lähmung versetzt. Die vielen Aktivitäten der Nutzer*innen sind durch die pandemiebedingten Restriktionen nur stark eingeschränkt möglich oder mussten ganz eingestellt werden. Ihre soziokulturellen Aufgaben kann die CD-Kaserne seit geraumer Zeit nicht mehr im gewohnten Umfang wahrnehmen, mit direkten und indirekten negativen Auswirkungen für die Region. Bis zum März 2020 wurde die Arbeit der CD-Kaserne maßgeblich durch selbst erwirtschaftete Einnahmen im Bereich Gastronomie, Veranstaltungen und Vermietungen querfinanziert. Seither musste das Team Umsatzeinbußen von bis zu 70% verkraften. Ohne die kommunale Förderung durch die Stadt Celle, über die Grundkosten wie Strom, Heizung, Wasser und Infrastruktur gesichert waren, hätte der CD-Kaserne womöglich die Zahlungsunfähigkeit gedroht. Die finanziellen Verluste hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Personalstrukturen: Bereits zu Beginn des ersten Lockdowns musste ein Großteil der 25 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit gehen. Während sich im Gastronomiebereich ganze Teams aus Honorarkräften auflösten, brach mit der Zeit auch die wichtige Stütze der ehrenamtlichen Helfer*innen weg. Derweil sorgt der Lockdown für Isolation auf allen Seiten. „Zurzeit haben wir kaum Kontakt zu unseren Besucher*innen. Den Menschen geht es nicht gut. Sie haben sich auf ihre sozialen Inseln zurückgezogen.“, berichtet Kai Thomsen. In dieser Isolation sieht er nicht nur einen Widerspruch zur soziokulturellen Idee, sondern auch eine gesellschaftliche Gefahr. Doch dieser Entwicklung begegnet das Team der CD-Kaserne mit Ideenreichtum, Kreativität und Agilität. Bereits seit Februar läuft das Live-Stream-Format „Check Out Celle“, in dem Kinder ab 8 Jahren zum gemeinsamen Entdecken der Stadt eingeladen werden. Auf digitale Formate allein möchte sich das Team in der Planung jedoch nicht beschränken. Mit Hilfe einer Förderung im Rahmen des Programm NEUSTART KULTUR „Zentren“ beim Bundesverband Soziokultur e.V. beginnen derzeit die Arbeiten an der großen Vision für die Wiedereröffnung mit Publikum. Dabei nutzen die Akteur*innen der Einrichtung den großen Vorteil, den die Architektur des Geländes bietet: Der große Innenhof, der wie ein Marktplatz im Zentrum liegt, macht es möglich, das kulturelle Leben nach draußen zu verlagern. [caption id="attachment_1218" align="aligncenter" width="1024"] Das Team der CD-Kaserne plant die Wiedereröffnung unter freiem Himmel. Kernstück der Vision: Eine neue, überdachte Open-Air-BühneFoto © Natascha Hänle / CD-Kaserne gGmbH[/caption] Im Außenbereich soll ein offener, soziokultureller, attraktiver und kostenfrei zugänglicher Erlebnisraum für alle Nutzer*innen und Besucher*innen entstehen. Das Kernstück der Idee ist eine mobile, überdachte Open-Air-Bühne, die von allen Nutzer*innen der CD-Kaserne bespielt werden kann. So soll zur Wiedereröffnung eine Vielzahl von Veranstaltungsformaten möglich sein, von Open Air Kino (Kino 81/2) über lokale Rockabende (Celler Rockmusikinitiative) und Tanzaufführungen bis hin zu politischen Diskussionen (Buntes Haus) und Workshops: Die Open-Air-Bühne soll die CD-Kaserne wieder zum soziokulturellen Leben erwecken. Erste Erfahrungen mit Open-Air-Veranstaltungen wurden bereits im Sommer 2020 mit einem temporären Bühnenaufbau gemacht. Die neue Bühne soll das Open-Air-Konzept nun auf ein neues Niveau heben und dauerhaft in der CD-Kaserne verankern. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Auf YouTube: Video zum Probeaufbau der Open-Air-Bühne der CD-Kaserne https://www.youtube.com/watch?v=06eBYhp9gg4 Achtung: Durch Klick auf obenstehenden Link oder Screenshot werden Sie zu YouTube.com weitergeleitet. Dort gelten die Regeln und Richtlinien von YouTube. Daneben hat die CD-Kaserne aber auch die Innenräume bereits gut auf eine mögliche Wiedereröffnung vorbereitet: Über das Soforthilfeprogramm NEUSTART wurden bereits im letzten Jahr zahlreiche Umbauten und Maßnahmen finanziert, die eine Nutzung der Innenräume auch unter Pandemiebedingungen möglich machen sollen. Schutzvorrichungen, Einlassschleusen zur Besuchersteuerung, Desinfektionsstationen und vieles mehr sollen Nutzer*innen und Besucher*innen eine sichere Nutzung der Räume ermöglichen, wenn die Pandemiesituation dies in Zukunft wieder erlaubt. Doch der anhaltende Lockdown schafft unvorhergesehene Probleme bei der Planung des Programms: Immer wieder müssen bereits geplante Veranstaltungen abgesagt und neu terminiert werden. Viele Veranstaltungen können nicht verschoben werden, da insbesondere Termine mit externen Künstler*innen nur mit viel Vorlauf organisiert werden können. Zum Glück konnte mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Bereich NEUSTART KULTUR „Programm“ bereits eine Mitarbeiterin aus der Kurzarbeit geholt werden, die sich seither um Programmplanung und Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Stefanie Fritzsche konzipiert, organisiert und kommuniziert die Pläne zur Wiedereröffnung der CD-Kaserne. Die unter Lockdown-Bedingungen besonders notwendige Flexibilität für diesen Job kommt nicht von ungefähr: „Alle Mitarbeiter*innen der CD-Kaserne haben eine systemische Zusatzausbildung und Erfahrung in agilem Arbeiten. Das hat uns sehr geholfen.“, sagt Geschäftsführer Kai Thomsen. [caption id="attachment_1217" align="aligncenter" width="1024"] Organisieren die Wiedereröffnung der CD-Kaserne: Steffi Fritzsche und Kai Thomsen (vlnr)Foto © Anna Schiller / CD Kaserne gGmbH[/caption] Doch auch wenn externe Künstler*innen abspringen – die CD-Kaserne kann bei der Programmplanung auf einen einzigartigen Pool von Kulturakteur*innen aus dem eigenen Haus zurückgreifen. Die Nutzer*innen des Kulturzentrums haben in der langen Zeit des Wartens zahlreiche Angebotsformate entwickelt, mit denen sie jederzeit starten könnten. Nun heißt es zunächst weiter warten, bis die Pandemiesituation einen Neustart zulässt. Unter dem Motto „Soziokultur hält uns zusammen! Für die Region Celle in Coronazeiten" soll die Wiedereröffnung dann die Menschen der Region einladen und wieder zusammenführen – und so das soziokulturelle Leben in die ehemalige Reiterkaserne zurückkehren lassen. CD-Kaserne gGmbH Hannoversche Straße 30b 29221 Celle Website: www.cd-kaserne.de Facebook: www.facebook.com/CDKaserne
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