Förderbereich

ZENTREN 2

Förderrunde 2 (Antragstellung 2021)
Auf dieser Seite finden Sie häufige Fragen und Antworten zu den Themen „Antragstellung“ und „Förderung“. Bei den hier dargestellten Informationen handelt es sich um eine verkürzte Version der offiziellen FAQs zum Förderbereich „Zentren 2“. Diese finden Sie im PDF-Format in unserem Download-Bereich.

Häufige Fragen zur Antragstellung


Antragsberechtigt sind die Rechtsträger nachfolgender Kultureinrichtungen mit ortsfesten oder auch dezentralen Veranstaltungen:

  • Kulturzentren
  • Literaturhäuser
  • Soziokulturelle Zentren

Antragsberechtigt sind rechtsfähige juristische Personen, Personengesellschaften, Einzelkaufleute und sonstige natürliche Personen.

Gefördert werden Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren, die außerdem u.a. folgende Kriterien erfüllen:

  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Nachweis einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung
  • Fähigkeit, die Verwendung der Fördermittel bestimmungsgemäß nachzuweisen
  • kultureller Schwerpunkt in den letzten zwei Jahren
  • nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanzierter regelmäßiger Betrieb. Hierbei wird auf die kontinuierliche Grundfinanzierung der Einrichtungen abgestellt; nicht dauerhafte öffentliche Projektförderungen bleiben unberücksichtigt. Soziokulturelle Zentren sind von diesem Kriterium der Antragsberechtigung ausgenommen.

Das Profil eines Kulturzentrums zeichnet sich dadurch aus, dass es

  • an den kulturellen Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausgerichtet ist,
  • die aktive Mitwirkung von Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen am kulturellen Leben vor Ort ermöglicht,
  • Möglichkeiten zwangloser Begegnung bietet,
  • Künstler*innen aus der Region in seine Arbeit einbindet,
  • mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen kooperiert und Eigeninitiative im örtlichen Gemeinwesen stärkt und
  • regelmäßig und kontinuierlich arbeitet und kulturelle Teilhabe ermöglicht.

Das Profil eines soziokulturellen Zentrums zeichnet sich dadurch aus, dass es sich um eine kulturelle Einrichtung mit gemeinnütziger Zielsetzung und Ausrichtung handelt, die

  • sich mit künstlerischen Mitteln dem gesellschaftlichen Diskurs stellt, wobei sie die freien kulturellen und künstlerischen Gruppen, Initiativen und Akteur*innen in der Region sowie deren Vernetzung und Austausch fördert
  • ein spartenübergreifendes, für eine zielgruppenübergreifende Öffentlichkeit bestimmtes Programm und Inhalte der politischen Bildung anbietet,
  • wobei sie mittels der Integration verschiedener Altersgruppen, sozialer Schichten und interkultureller Hintergründe sowie mittels kultureller Bildung und Gender Mainstreaming demokratische und humanistische Inhalte vermittelt,
  • mit dem Ziel, die kulturelle und gesellschaftspolitische Teilhabe sowie das soziale Engagement verschiedener Bevölkerungsgruppen zu fördern und sowohl zum gesellschaftlichen Diskurs als auch zur öffentlichen Auseinandersetzung über Kunst und Kultur anzuregen.

Literaturhäuser sind kulturelle Einrichtungen, die

  • Veranstaltungen und Projekte rund um das Buch initiieren und durchführen und Ansprechpartner für Fragen der Literatur sind,
  • die Begegnung von zum Beispiel Schriftsteller*innen, Verleger*innen, Übersetzer*innen, Lektor*innen, Buchhändler*innen, Journalist*innen, Kulturschaffenden und einem literaturbegeisterten Publikum im offenen und freien Dialog ermöglichen und
  • nicht nur aktuelle Strömungen und Anregungen aus ihrem Umfeld wiederspiegeln, sondern selbst kulturelle Impulse an den Kulturbetrieb und die Öffentlichkeit weitergeben,
  • mit dem Ziel der Förderung und Vermittlung von Literatur oder auch der literaturwissenschaftlichen Forschung und der literarischen Bildung.

Ja, auch Einzelpersonen (natürliche Personen), die als Einzelunternehmer*innen eine antragsberechtigte Kultureinrichtung betreiben, sind antragsberechtigt.

Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung lässt sich anhand der Jahresabschlüsse der beiden letzten Jahre oder anhand des letzten Geschäfts- oder Kassenberichts nachweisen.

Nein. Wenn Sie beim Bundesverband Soziokultur oder bei einer anderen mittelausgebenden Stelle bereits eine Förderung im Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen“ erfolgreich beantragt und in Anspruch genommen haben, sind Sie nicht noch einmal antragsberechtigt.

Einen Antrag können Sie ab dem 15.11.2021 stellen.

Das Antragsverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 30.11.2021. Die Anträge werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Anträge gelten erst dann als formal ordnungsgemäß gestellt, wenn sämtliche antragsbegründende Unterlagen zur Prüfung vorliegen.

Anträge auf Förderung können online im Antragsportal gestellt werden. Das Antragsportal ist ab dem 15.11.2021 online.

Sie benötigen:

  • Förderantrag, vollständig und rechtskräftig unterzeichnet
  • vollständiger Finanzierungsplan mit detaillierter Auflistung aller Grundkosten, aller aktivitätsbezogenen Kosten sowie aller Personalkosten entsprechend der spezifischen Planung für die Maßnahme
  • Handels-/Vereinsregisterauszug (möglichst nicht älter als ein Jahr)
  • Satzung oder vergleichbares Dokument
  • Nachweis über die Vertretungsberechtigung des Unterzeichnenden (falls nicht aus den anderen Dokumenten hervorgehend)
  • Nachweise über die ordnungsgemäße Geschäftsführung (Jahresabschlüsse der letzten 2 Jahre, letzter Geschäfts- oder Kassenbericht)
  • Erklärung, dass Steuern und Sozialabgaben ordnungsgemäß abgeführt werden
  • Nachweis kultureller Schwerpunkt der letzten zwei Jahre

Sofern Sie mit dem Bundesverband Soziokultur e.V. bereits einen Zuwendungsvertrag in der ersten Ausschreibungsrunde von NEUSTART KULTUR -Programm- geschlossen haben, ist eine erneute Einreichung weiterhin gültiger Nachweise eventuell nicht notwendig. Detaillierte Hinweise sind dem Antragsportal zu entnehmen.


Im Anschluss an die vollständige digitale Einreichung ist das Antragsformular auszudrucken, rechtsverbindlich zu unterzeichnen und per Post an den Bundesverband Soziokultur e. V., NEUSTART KULTUR – Zentren 2, Brunnenstraße 196, 10119 Berlin zu schicken. Nach erfolgreicher digitaler Einreichung wird eine Eingangsbestätigung per E-Mail versendet. Es können keine separaten Eingangsbestätigungen für die per Post gesandten Anträge versendet werden. Anlagen zum Antrag werden ausschließlich digital im Antragsportal entgegengenommen. Postalisch zugesandte Anlagen können nicht bearbeitet werden.
Sobald Ihr Antrag in Bearbeitung ist, kommen wir auf Sie zu. Bis es so weit ist, möchten wir Sie für eine zügige Bearbeitung aller Anträge darum bitten, von Fragen zum Bearbeitungsstand abzusehen.

Häufige Fragen zur Förderung


Gefördert werden investive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen von Kultureinrichtungen (ortsfeste und kulturelle Träger mit dezentralen Aktivitäten) sowie im Rahmen von Festivals und anderen kulturellen Veranstaltungen, die zur nachhaltigen Reduktion von Ansteckungsgefahren (insbesondere mit dem SARS-CoV-2-Virus) in deren öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen erforderlich sind, sowie projektbezogene, das heißt auf die förderfähigen Maßnahmen bezogene, Personal- und Sachausgaben.

  • Einbau von Schutzvorrichtungen (z.B. Schutzscheiben an Kassen, Garderoben, Proberäumen, Arbeitsplätzen usw.)
  • Optimierung der Besucher-/ Besucherinnensteuerung vor und in der Einrichtung. Dazu zählen beispielweise die Umstrukturierung von Einlasskontrollen und der Wegeführung bzw. Personenleitsysteme wie auch ggf. der Umbau, die Erweiterung oder der Ersatz von Ausstattungsgegenständen, z.B. fester Bestuhlungen und Bühnen
  • Erstellung und Veröffentlichung von Hinweisen v.a. für Besucher-/ Besucherinnen vor und in der Einrichtung (z.B. Informationen, Aushänge, Beschilderungen und sonstige Visualisierungen
  • Anschaffung von Technik und Ausstattung für Open-Air-Veranstaltungen und dezentralen Einsatz, mobile Formate
  • Maßnahmen zum Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur (z.B. Telefon- und Videokonferenz-Technik; Laptops und sichere Internet-Lösungen für „Mobiles Arbeiten“)
  • Technische und sonstige Ausstattung und Anwendungen einschließlich Programmierung (z.B. bargeldlose Kassensysteme, Online-Ticketing-Systeme ggf. mit Termin-/Platzvergabe-Tool, Lautsprecher-Anlagen, digitale Präsentations-, Veranstaltungs- und Bühnentechnik, Audioguides, App-Techniken, marktunabhängige Streamingdienste)
  • Beschaffung von Reinigungs- und Infektionsschutzausstattung inkl. Bedarf an Desinfektionsmitteln, Einweg-Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen
  • Modernisierung und Einbau von sanitären Einrichtungen
  • Klima- bzw. Belüftungssysteme inkl. entsprechender Filteranlagen
  • Pandemiebedingt notwendige Erweiterung oder Veränderung der Nutzflächen für Publikum, Künstler-/ Künstlerinnen und Verwaltung/Organisation

Hinweis: Von einer Förderung ausgeschlossen sind laufende und anderweitige, das heißt nicht auf die förderfähigen Maßnahmen bezogene Personal- und Sachkosten, sowie die Förderung von Baumaßnahmen, von Immobilienerwerb und von Folgekosten


Die Förderung erfolgt einmalig und kann in Höhe von 5.000 Euro bis maximal 100.000 Euro pro Kultureinrichtung bzw. -akteur*in bewilligt werden.

Die Fördermittel können nach Erhalt des Zuwendungsvertrages über die Antragsdatenbank (online) angefordert werden. Die Fördermittel müssen innerhalb von vier Wochen nach der Auszahlung für fällige Zahlungen verwendet werden. Alternativ werden die Fördermittel nach Einreichung des Verwendungsnachweises ausgezahlt.

Es sollen mindestens 10% an Eigen- und/ oder Drittmitteln eingebracht werden. Der Eigenanteil kann durch zweckgebundene Zuwendungen Dritter (auch Sponsoring, Spenden) und durch Eigenmittel erbracht werden. Hierzu zählen auch Einnahmen aus allen Formen von Bezahlangeboten und Teilnehmergebühren.

Eine Kofinanzierung der Maßnahme durch Dritte ist grundsätzlich möglich. Sofern zweckgebundene Drittmittel in die beantragte Maßnahme als Drittmittel eingebracht werden sollen, ist darauf zu achten, dass eine solche Kofinanzierung dem Zweck der Mittel entspricht und dies ggf. von der mittelausreichenden Stelle der Drittmittel bestätigt werden kann. Andernfalls müssen die Drittmittel bei der Verwendungsnachweisprüfung angerechnet werden.

Sollte dieselbe Maßnahme in mehreren Förderprogrammen förderfähig sein, ist eine parallele Antragstellung grundsätzlich möglich. Sollten jedoch mehrere Anträge für denselben Zweck bewilligt werden, darf nur eine Zuwendung in Anspruch genommen werden. Weitere Anträge sind durch unmittelbare Mitteilung bei den jeweiligen mittelausgebenden Stellen mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen bzw. um die bewilligte Maßnahme zu reduzieren.

Ja, unter der Bedingung, dass die geförderten Maßnahmen verschiedenen Förderzwecken dienen und sich klar voneinander abgrenzen lassen. Dies gilt auch für eine Förderung in unterschiedlichen Programmteilen von NEUSTART KULTUR. Im Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ wird pro Kultureinrichtung maximal eine Zuwendung gewährt.

Zur Umsetzung der Maßnahmen sind ökologisch sinnvolle Möglichkeiten zu wählen (wiederverwendbare Materialien und Ausstattung, möglichst geringer Energie- und Ressourcenverbrauch, nachhaltige Veranstaltungen und Mobilitätskonzepte etc.), die möglichst auch dazu beitragen sollen, den ökologischen Fußabdruck beim Antragsteller zu verbessern.
Zum Thema „Nachhaltiges Investieren“ bieten wir eine öffentliche Videokonferenz an. Das Angebot richtet sich explizit an potentielle Antragsteller*innen:

Montag, 08.11.2021, 14-16 Uhr via ZOOM


Die Maßnahme kann ab 01.01.2022, jedoch frühestens mit Beginn des im Zuwendungsvertrag festgelegten Bewilligungszeitraums beginnen.

Der Förderantrag kann mit einem Antrag auf einen förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn verbunden werden (frühestens zum 01.01.2022). Der förderunschädliche, vorzeitige Maßnahmebeginn muss durch den Bundesverband Soziokultur bewilligt werden. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten.
Für Vorhaben, mit denen vor Abschluss des Zuwendungsvertrags, oder im Falle des vorzeitigen Maßnahmebeginns vor dem in der Zustimmung datierten Termin, begonnen worden ist, werden in keinem Fall Fördermittel gewährt.


Die Maßnahme muss spätestens zum 31.10.2022 beendet sein.

Die Fördermittel müssen grundsätzlich mit Einreichung des Verwendungsnachweises innerhalb von zwei Monaten nach Abschluss der Maßnahme abgerechnet werden. Dem Zuwendungsbescheid sind die genauen Fristen sowie die einzureichenden Unterlagen zu entnehmen.

Der Bundesverband Soziokultur bietet öffentliche Videokonferenzen an, bei denen das Förderprogramm vorgestellt wird. Fragen können im Chat gestellt werden. Die Termine sind:

  • Donnerstag, 04.11.2021, 10-12 Uhr via ZOOM
  • Dienstag, 09.11.2021, 14-16 Uhr via ZOOM
Zudem helfen wir Ihnen gerne per E-Mail oder Telefon weiter: