12. März 2021
#neustartkultur

Die Heinrich-Heine-Bibliothek ist jetzt online: Live und in Farbe

Von:  Jana Mießner

Mithilfe von Geldern des Förderprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten für Kultur und Medien, steht der Heinrich-Heine-Bibliothek in Schmalkalden nun modernste Kameratechnik sowie das richtige Werkzeug für Streamingangebote zur Verfügung. Mit der neuen Technik kann das Angebot der Bibliothek ausgebaut und das Kulturprogramm der Stadt- und Kreisbibliothek auf höchstem Standard weitergeführt werden.

Die Stadt- und Kreisbibliothek Schmalkalden steht allen Bürger*innen der Stadt Schmalkalden und des Umlandes offen. Mit ihrer großen Auswahl an Medien sowie dem breiten Bildungs- und Kulturangebot bildet sie einen wichtigen Akteurin in der Kulturlandschaft des Landkreises. Die Bibliothek bietet als soziokulturelles Zentrum ein vielseitiges Kulturangebot von Theater über Lesungen bis hin zu Ausstellungen, Gamingangeboten und Bilderbuchkino. Dabei sind die Bürger*innen immer wieder zum Partizipieren und Mitwirken aufgefordert. Besondere Zielgruppe bilden die Jugendlichen und Kinder, die zum Beispiel im Makerspace für die wichtigen MINT-Fächer begeistert werden und sich im Robotik-Workshop selbst ausprobieren können.

Die Corona-Pandemie bedeutete ein Umdenken für die Heinrich-Heine-Bibliothek. Neben einer neuen Besucher*innen-Steuerung vor Ort, um die Gäste effektiv zu schützen, brauchte es auch neue kreative Ansätze, um das Kulturangebot wieder an den Start zu bringen. Online-Veranstaltungen waren die Lösung. „Mit der neu angeschafften Technik und dem großartigen Engagement der Mitarbeitenden, können wir unserem Publikum trotz der Pandemie ein ansprechendes und vielfältiges Angebot liefern“ sagt Dorit Reum, Leiterin der Heinrich-Heine-Bibliothek.

VORHER: Technik improvisiert

VORHER: Provisorisch wurde ein Tablet zur Kamera umfunktioniert und eine Halterung aus Legosteinen selbst gebaut.

Foto © Heinrich-Heine-Bibliothek Schmalkalden

Vorlesenachmittage für Kinder und das Bilderbuchkino kommen jetzt per Stream direkt in die Wohnzimmer der Gäste. Schulen und Kindergärten können aus der Ferne erreicht und in Lese- und Medienkompetenzen geschult werden mit besonderem Fokus auf Homeschooling-Herausforderungen. Mit gemeinsamen Bastelnachmittagen wird das Analoge mit dem Digitalen verbunden. Bastelmaterialen können vor Ort abgeholt und dann zusammen mit anderen Kindern online zu kreativen Kunstwerken verarbeitet werden.

NACHHER: Neue Kameratechnik

NACHHER: Kamera mit Mikrofon, Laptop, Dokumentenkamera und Streamdeck – die über die Förderung erworbene Technik macht den hochwertigen Livestream möglich.

Foto © Heinrich-Heine-Bibliothek Schmalkalden


Stadt- und Kreisbibliothek „Heinrich Heine“ Schmalkalden
Kirchhof 4
98574 Schmalkalden

Website: www.stadtbibliothek-schmalkalden.de

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14. April 2021
#neustartkultur

„Global vernetzt oder jede*r für sich?“ – Start der Litprom Literaturtage

Litprom e. V. unterstützt seit über 40 Jahren Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und verschafft ihnen, wie auch ihren Übersetzer*innen Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Über das Programm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur im Bereich "Programm" gefördert, präsentiert Litprom e. V. nichtsdestotrotz eine hochkarätig besetzte Veranstaltung, die online dazu beitragen soll, den Austausch zu befördern und Einsamkeit durch gemeinsames Erleben von Kultur zu minimieren. Zur Eröffnung sprechen Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Juergen Boos, 1. Vorsitzender Litprom e.V., Dr. Thomas Gaens, Projektleitung NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur sowie die Kuratorinnen der Literaturtage, Barbara Weidle und Zoë Beck. "Global vernetzt oder jede*r für sich?" Unter dem Motto "Global vernetzt oder jede*r für sich?" betrachten die Literaturtage am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April, zwei Seiten einer Medaille in der globalisierten Gesellschaft: Vernetzung und Einsamkeit.  Wie verbinden wir uns miteinander in einer sich ständig im Ausnahmezustand befindlichen Welt? Wie teilen wir unsere Geschichten und Träume? Wie können wir uns überhaupt verständigen? In der Krise entstehen neue Netzwerke, im Internet und analog. Die Literaturtage bieten Gespräche, Lesungen, Diskussionen und erstmals auch "Shared Reading", ein Format, in dem alle Beteiligten einen Teil eines gemeinsamen Textes vorlesen und anschließend über den Text sprechen. Das gemeinsame Lesen und gegenseitige Zuhören ist die Basis für einen niedrigschwelligen Austausch und ein gemeinsames Erleben und Teilen von Literaturerfahrung. Alle Veranstaltungen werden gedolmetscht. Die Autor*innen erzählen von der sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein. Sie erforschen, wie sich Gewissheiten unter dem Einfluss von Flucht und Einwanderung verändern und sich Horizonte erweitern. Wie Leid, Gewalt und Verlust der Neugier und dem Aufbruch gegenüberstehen. Dem Aufbruch in eine andere Kultur, eine neue Sprache. Beteiligte, Programm und Anmeldung Einige Veranstaltungen sind kostenfrei, für andere kann man Streamingpässe für Einzelveranstaltungen bzw. den gesamten Tag erstehen. Einen Überblick finden sich auf der Webseite von Litprom e. V.. Einen Streamingpass für das Eröffnungspanel könnt ihr hier buchen. Das Programm wird kuratiert von Barbara Weidle und Zoë Beck. Mit: Yvonne Adhiambo Owuor – Kenia Larissa Bender (Übersetzerin aus dem Arabischen) Katja Cassing (Übersetzerin aus dem Japanischen) Helon Habila – Nigeria / USA Gudrun Ingratubun - Buchkünstlerin Mieko Kawakami - Japan Intan Paramaditha – Indonesien / Australien Pilar Quintana – Kolumbien Annika Reich – Deutschland Samanta Schweblin – Argentinien / Deutschland Zukiswa Wanner – Südafrika [caption id="attachment_1187" align="aligncenter" width="1024"]Litprom Literaturtage - am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April 2021[/caption] Unterstützt durch ein Projektstipendium »Hessen kulturell neu eröffnen« des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR Bereich Programm beim Bundesverband Soziokultur. Mit freundlicher Unterstützung der Büchergilde Gutenberg und der Frankfurter Buchmesse.
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